Keine Ermittlung gegen G2 - Droht dennoch Strafe?

Geposted von Maxellent,
Trotz Gerüchten darüber, dass sich mehrere LEC-Teams bei Riot über G2 Esports und Luka 'Perkz' Perković, genauer gesagt über deren Methoden, an Transferziele heranzutreten, beschweren wollten, habe Riot Games bisher keine Beschwerde erhalten und werde keine Untersuchung einleiten. Diese ist womöglich aber auch gar nicht nötig, um eine Strafe zu verhängen. Von Riots Entscheidung berichtet die Esport-Newsseite "The Shotcaller". Auf Nachfrage habe der Publisher erklärt, dass "keine formelle Beschwerde von irgendeinem LEC-Team" eingereicht wurde.

VPEsports hatte vergangene Woche berichtet, dass mehrere LEC-Teams eine solche Beschwerde gegen G2 Esports einreichen würden. Der Grund: Die Organisation soll angeblich über Mid-Laner Perkz an mehrere Spieler herangetreten sein, während diese noch bei ihrer Organisation unter Vertrag standen. G2 hatte die "Poaching"-Vorwürfe zurückgewiesen.



Es habe, so heißt es im The Shotcaller-Bericht, eine Beschwerde von außerhalb der LEC gegeben, doch der darin angesprochene Fall hätte sich nicht innerhalb der vergangenen sechs Monate zugetragen und werde daher nicht mehr untersucht. Diese Frist steht im offiziellen Esport-Strafenkatalog von Riot.

Caps-Transfer: Fnatic unterzeichnete Verfügbarkeits-Erklärung



Zudem fragte The Shotcaller nach dem Transfer von Rasmus 'Caps' Winther, dessen Wechsel von Fnatic zu G2 Esports von der Community skeptisch aufgenommen wurde. Auch hier gab es Gerüchte über einen regelwidrigen Wechsel.

Riot äußerte sich wohl auch zu diesem Thema und erklärte, dass Fnatic und Caps bereits am 9. November eine Verfügbarkeits-Erklärung unterzeichnet hätten. Von da an war es dem Dänen offiziell und regelkonform erlaubt, mit anderen Teams zu verhandeln. Den Bericht über den Caps-Transfer zu G2 veröffentlichte ESPN erst am 20. November.

Reichte H2K Beschwerde ein?



Richard Wells, Chief Gaming Officer von H2k-Gaming, äußerte sich auf Twitter zu dem Thema. Seine Kommentare deuten darauf hin, dass H2K eine Beschwerde eingereicht haben könnte.



"Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine noch ausstehende Beschwerde gibt, Kinder", schrieb Wells in einem Tweet. Die 6-monatige Frist für eine Untersuchung stört den CGO wohl nicht: "Glücklicherweise ist keine Untersuchung erforderlich. Man braucht keine nervige Arbeit, wenn man alles auf dem Silbertablett serviert bekommt."



Damit dürfte die Organisation neben der Beschwerde auch Beweise eingereicht haben. Über den Erfolg der Beschwerde scheint sich Wells sicher zu sein: "Wenn alles so behandelt wird, wie es das sollte, werdet ihr die Beweise nicht zu sehen bekommen, nur das Ruling."



Damit wären Perkz und G2 noch nicht vor einer Strafe sicher. Laut Regelwerk gibt es für das umgangssprachlich als Poaching bezeichnete Vergehen im Falle eines Spielers eine Suspendierung über 5 bis 10 Monate. Für Mitarbeiter, die keine Spieler sind, gibt es bei einer solchen Aktion mindestens eine 10-monatige Sperre.

Allerdings heißt es im Regelwerk von Riot Games, dass Regelverstöße nicht mehr bestraft werden können, wenn der Publisher zu spät über sie unterrichtet wird. In diesem Fall beträgt die Frist sechs Monate.

Sollte der Fall, über den H2K womöglich eine Beschwerde eingereicht hat, mindestens 6 Monate zurückliegen, dürfte es keine Strafe für G2 und Perkz geben.

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