Geposted von Funk1ll3r,
Die 10 Teams, die als permanente Partner fungieren sollen, werden bis Ende des Jahres von Riot Games ausgewählt. Dabei ist es nötig, eine formale Bewerbung für einen Platz in der Liga einzureichen. Dafür hat sich H2k-Gaming scheinbar entschieden, erklärte Co-Vorstand Richard Lippe theScore esports: "Wir haben die Absicht, eine Bewerbung bei Riot einzureichen, um uns einen Spot in der neuen Liga zu sichern."
Dabei seien die Verantwortlichen der Organisation zuversichtlich, dass die Bewerbung bei Riot "gut ankommen" wird. "Ich glaube auch, dass Riot Respekt für das aktuelle H2K-Team hat, das bewiesen hat, ziemlich kompetitiv zu sein. Und wir glauben auch, dass sie ein hohes Maß an Respekt für das H2K-Management haben", so Lippe weiter.
Die akzeptierten Teams müssen in Zukunft bis zu 10,5 Millionen Euro für ihren Platz in der EU LCS zahlen.
Öffentliche Kritik in der Vergangenheit
Die geplante Bewerbung von H2k-Gaming ist zumindest eine kleine Überraschung, denn die Verantwortlichen der Organisation äußerten sich im vergangenen Jahr mehrfach negativ in der Öffentlichkeit über Riot Games und das aktuelle Modell der EU LCS.
In offenen Briefen an die Community klagten sie beispielsweise darüber, dass die EU LCS ein reines Verlustgeschäft sei, während jegliche Gewinne im Zusammenhang mit der Liga an Riot Games gingen, obwohl auch die Teams der Liga ihren Teil zum Erfolg des großen Ganzen beitragen.
Für den Spring Split 2018 stellte H2k-Gaming ein "Budget-Team" auf und machte keinen Hehl daraus, dass sich die Kosten im Vergleich zu den vorherigen Lineups in Grenzen halten. Nach einem schwachen Start und zwei Roster-Änderungen steigerte sich das Team stark und erreichte am Ende sogar die Playoffs, in denen es in der ersten Runde knapp mit 2:3 an Team Vitality scheiterte.
Seit dem Aufstieg in die EU LCS vor dem Spring Split 2015 erreichte das Team stets die Playoffs, in fünf der sieben Splits ging es sogar ins Halbfinale, wo allerdings ausnahmslos Schluss war.
Lippe erwartet viele neue Teams
Mit der Umstellung auf das Franchising in der EU LCS erwartet Richard Lippe große Änderungen am Teilnehmerfeld der Liga. Er sprach dabei von "vier oder mehr" neuen Organisationen im Wettbewerb, beispielsweise bereits existierenden Esport-Organisationen oder Sportvereinen, die schon im Esport involviert sind.
Das Franchising wurde in der NA LCS schon in diesem Jahr eingeführt. Mit den 100 Thieves, den Golden Guardians, Clutch Gaming und OpTic Gaming wurden dort vier neue Teams in die Liga aufgenommen. Die drei erstgenannten Organisationen befinden sich im Besitz von NBA-Teams, während OpTic bereits aus anderen Esport-Titeln bekannt ist.
Gleichzeitig glaube Richard Lippe, dass sich an den Einnahmen der Teams mit dem Franchising nicht viel ändern werde, zumindest nicht am Anfang, außer Riot unterschreibt einen großen Broadcasting-Deal oder findet eine andere große Einnahmequelle.
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