Geposted von Maxellent,
Gleich im ersten Game zeigte Vitality eine kreative Pick- und Ban-Phase und packte Jungler Gilius auf Trundle. Zudem wurde für Jakub 'Jactroll' Skurzyński Thresh blind gepickt.
trundle jungle 🤣🤭
— Berk (@GiliusLoL) 23. März 2018
ok I will pick it tomorrow
— Berk (@GiliusLoL) 23. März 2018
Der Pole zeigte, warum man den Pick so hoch priorisierte. Jactrolls Leistung auf Thresh stach im ersten Game klar heraus und auch Mid-Laner Daniele 'Jiizuke' Di Mauro zeigte sich wieder einmal in Top-Form. Doch auch als Team spielte Vitality stark und von Anfang an aggressiv.
Durch starke Objective-Kontrolle und etwas Glück mit den Drachen (drei Infernals in Folge) stand es nach nicht mal 27 Minuten 1:0 für den Viertplatzierten des Regular Splits.
Auch das zweite Spiel gestaltete sich zunächst eigentlich gut für Vitality, das genau da weitermachen wollte, wo es aufgehört hatte. In der 27. Minute riss H2K aber das Ruder herum: Ilyas 'Shook' Hartsema gelang der Baron-Steal gegen Gilius. Der Deutsche hatte schon im regulären Split immer wieder direkte Smite-Duelle verloren.
Von da an war H2K federführend und siegte mithilfe des nächsten Barons und des Elder Drakes.
Nichtsdestotrotz blieb Vitality obenauf und war auch in Game 3 das bessere Team im Early Game. Immer wieder holte sich das Team Kills über Jiizukés starke Taliyah-Roams oder auch Gilius' Sejuani-Ganks.
Es schien alles perfekt für das Team zu laufen, doch erneut ruinierte ein Misplay am Baron die Führung: Der Call, den Baron bei noch etwa 1.500 HP des Monsters abzubrechen und auf den Gegner zu turnen, erwies sich als katastrophal und führte zu Kills und dem Baron Buff für H2K sowie dessen Comeback in das Game.
Diesmal genügte die Aktion H2K aber nicht, um das Spiel an sich zu reißen. Stattdessen spielte Vitality die eigenen Stärken extrem gut aus, nutzte H2Ks teils grobe Fehler und übernahm somit wieder das Game, das nach langem Hin und Her und über 46 Minuten doch an die Schwarz-Gelben gehen sollte.
Im vierten Match war es dann erstmals H2K, das die Initiative übernahm und Vitality die Grenzen aufzeigte. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde war das Game durch einen 5:0-Fight mit Quadra Kill für den starken Marcin 'Selfie' Wolski auf seinem Kassadin im Grunde entschieden. Nicht einmal 23 Minuten brauchte H2K für das 2:2.
Das letzte Spiel der Serie stand dann aber wieder im Zeichen Vitalitys: Gnadenlos effizient entschied das Lineup der französischen Organisation das Match für sich.
Dabei kam H2K wieder gut in die Partie und hatte Rückenwind durch den klaren Sieg in Game 4. Ein übereifriger Fight am Infernal Drake brachte Vitality dann aber 3 Kills ein.
Wenig später, in der 23. Minute, konnte Vitality durch H2Ks Unachtsamkeit ungehindert den Nashor nehmen, mit dem das Team dann den Gegner überrannte. Zwar hielt H2K vorerst gerade so stand, doch der nächste Baron brachte die Entscheidung zugunsten von Gilius und Co.
Gute Ansätze und Raum für Verbesserung
Vitality zeigte insgesamt sehr gute Ansätze und sorgte für einige herausragende Plays, die teils aber auch durch die groben Fehler von H2K begünstigt wurden. Es war zu sehen, dass Vitality individuell stärker besetzt ist.
Große Probleme und Unsicherheiten zeigte der Halbfinalist aber bei Aktionen am und um den Baron. Als erfahrener Jungler mit hohen Ambitionen muss hier wohl vor allem der deutsche Jungler Gilius kritisiert werden, der ansonsten eine gute Serie spielte und zweimal mit Trundle überzeugen konnte.
H2k put up a big fight - we have to clean up our play if we want to fight against FNATIC - thank you for tonight - very happy to go to semis and Denmark #EULCS pic.twitter.com/lMtOieP1kN
— YamatoCannon (@YamatoMebdi) 24. März 2018
Für Fnatic, das Vitality im Halbfinale trifft, sollte das vierte Game der Serie lehrreich gewesen sein. Das Team früh unter Druck zu setzen und so zu Fehlern zu zwingen, hat gut funktioniert und sollte für ein weniger fehleranfälliges Team wie Europas Rekordmeister ein vielversprechender Ansatz sein.
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