Echo Fox, Promisq und Co.: Die fragwürdigsten Transfers

Geposted von Funk1ll3r,
Die LCS geht wieder los und die 20 Teams in Europa und Nordamerika haben aus verschiedenen Gründen teilweise kräftig umgestellt. Es waren auch einige überraschende Verpflichtungen dabei. Das sind unsere fragwürdigsten Transfers.

Das gesamte Echo Fox-Konstrukt



Vorab: Auf dem Papier liest sich das komplett neue Lineup von Echo Fox durchaus gut.

Die Kombination verschiedener Charaktere, die schon in der Vergangenheit für Aufsehen außerhalb von Summoner's Rift sorgten, könnte dem Erfolg einen Strich durch die Rechnung machen.

Als erstes kommt dabei direkt Jungler Joshua 'Dardoch' Hartnett, der innerhalb weniger Splits diverse LCS-Teams durchlief, ohne dabei etwas erreicht zu haben, in den Sinn.

Er spielte in der Team Liquid-Dokumentation "Breaking Point" die Hauptrolle und könnte, wenn es nicht gut läuft, das Innenleben des Lineups negativ beeinflussen.



Bei Echo Fox trifft der US-Amerikaner auf Jae-hoon 'Fenix' Kim, den er bereits aus gemeinsamen Zeiten bei TL kennt. Der Südkoreaner war ebenfalls in Breaking Point zu sehen.

Mit Seung-Hoon 'Huni' Heo hat Dardoch einen Top-Laner, der viel Aufmerksamkeit verlangt. Dardoch ist allerdings ein Jungler, der gerne selbst entscheidet, was er im Spiel macht. Ob seine Pläne Huni beinhalten, wird sich erst noch zeigen.

Die teils nicht ganz leichten Charaktere unter Kontrolle zu halten, wird eine große Aufgabe darstellen. Damit könnte der, so wie es aussieht, dünn besetzte Coaching-Staff überfordert sein.



In der Theorie ist das Lineup von Echo Fox stark von den Ergebnissen abhängig. Sollte das Team einen guten Start hinlegen, könnte es zunächst oben mitspielen. Wiederholte Niederlagen könnten aber auch dafür sorgen, dass Echo Fox zum Wilden Westen wird.

H2k-Gaming mit Promisq



H2k-Gaming, seit dem LCS-Aufstieg 2015 Stammgast in den Playoffs, erklärte in der Off-Season, das Budget für das eigene Roster deutlich zu reduzieren, weswegen namhafte Verpflichtungen nicht zu erwarten waren.

Insgesamt hat die Organisation ein Team unter Vertrag genommen, das an gewissen Stellen durchaus Potenzial haben könnte. Die große Frage stellt aber Support-Spieler Hampus 'promisq' Abrahamsson dar.

Der Schwede spielte schon für Elements, Schalke 04 Esports und die Ninjas in Pyjamas in der EU LCS, wusste aber maximal stellenweise zu überzeugen.



In der Community wird er kritisch gesehen, von den Profis aber gelobt. So sollen Promisqs Leistungen in der Solo-Queue der Hauptgrund sein, warum er immer wieder in einem LCS-Team landet. Dass dies aber sehr unterschiedliche Situationen sind, ist schon längst klar.

In seiner Zeit in der EU LCS zeigte der Support-Spieler nur wenig, was ihn für eine Beschäftigung in dieser Liga empfehlen würde. Ein Rookie-Spieler wäre wohl die bessere Wahl gewesen.

Djoko zu Giants Gaming



Ein ganzes Jahr sammelte Charly 'Djoko' Guillard bei Team Vitality Erfahrung in der LCS, doch wirklich denkwürdige Momente lieferte er in dieser Zeit nicht. In einer Region, die auf der Jungle-Position mäßig besetzt ist, gilt Djoko wohl als das Schlusslicht.

Ähnlich wie bei Promisq wäre hier etwas mehr Risiko mit einem Rookie oder sogar einem südkoreanischen Import als Unterstützung für Top-Laner Hyeong-min 'Ruin' Kim wahrscheinlich die bessere Variante gewesen.

LemonNation: 28 Jahre und kein Ende in Sicht



OpTic Gaming sicherte sich unter anderem die Dienste von Support-Spieler Daerek 'LemonNation' Hart. Der 28-Jährige ist der älteste LCS-Spieler im Teilnehmerfeld.

Dies machte sich schon in den vergangenen Splits bemerkbar, in denen er spielerisch oftmals nicht mehr mithalten konnte und beispielsweise mit vorhandenen Summoner-Spells das Zeitliche segnete.



Den US-Amerikaner an die Seite des in der Lane eher schwachen AD-Carrys Dong-hyeon 'Arrow' No zu stellen, wird wohl beiden Akteuren nicht helfen. Die Rolle des Coaches auf der Bühne stünde LemonNation möglicherweise deutlich besser.

Totoro: Der einsame Import



Die Unicorns of Love verloren mit Kiss 'Vizicsacsi' Tamás und Zdravets 'Hylissang' Galabov zwei sehr wichtige Spieler.

Letzteren beerbt der Südkoreaner Jong-seop 'Totoro' Eun. Seine Verpflichtung kam sehr überraschend. Bei UoL wird er der einzige Südkoreaner sein.



Diese Tatsache könnte sich für ihn in einer völlig neuen Umgebung negativ auswirken. Zudem fiel Totoro in seinem ersten LCK-Jahr bei bbq Olivers nur selten auf.

Sein Aufenthalt in Europa könnte sich, wie der von Seung-chan 'Comeback' Ha bei Vitality, als ein großes Missverständnis entpuppen. Positiv: UoL hat bisher mit südkoreanischen Imports eher gute Erfahrungen gemacht.

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    Marco Gnyp
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