Geposted von Zorkaa,
Von Residency und Import-Slots
Riot Games hat für die regionalen Ligen wie die EU und NA LCS die Regel eingeführt, dass 3/5 des Teams aus der jeweiligen, heimischen Region kommen müssen. Das bedeutet, dass 2/5 als Import-Slot für ausländische Spieler zur Verfügung stehen. Allerdings gibt es die Möglichkeit, als Spieler zu immigrieren und den Status einer anderen Region anzunehmen.
Dadurch gilt Bjergsen beispielsweise als NA-Resident, obwohl er vorher als Däne EU-Resident war. Somit kostet er TSM keinen zusätzlichen Import-Slot, weshalb der Rekordmeister für Zven und Mithy noch beide Import-Slots frei hatte und damit das Team stark bereichern konnte.
Der Korean Exodus
Diese Regularien wurden von Riot Games beschlossen, um zu verhindern, dass Regionen ausschließlich auf ausländische Einkäufe setzten. Der Löwenanteil der NA, EU und zeitweise besonders LPL-Teams greift in seinem Roster auf zwei Koreaner zurück. Gäbe es keine Begrenzung, würde diese Zahl wahrscheinlich ansteigen.
Gleichzeitig soll damit das heimische Talent gestärkt werden. Junge Talente sollen entwickelt und auf die große Bühne gebracht werden. Auch die Europäer um PowerOfEvil und Febiven sind in Nordamerika beliebt.
Regeländerungen im zeitlichen Ablauf
Im September 2014 trat die Interregional Movement Policy in Kraft. Im August 2016 sah sich Riot Games jedoch gezwungen, diese Regeln noch einmal anzupassen. Hätten sie das nicht getan, wäre es damals möglich gewesen, dass vier der fünf startenden Spieler aus dem Ausland kommen.
Denn zu dieser Zeit wurden Spieler noch nach zwei Jahren in einer Region Resident und parallel dazu stieg der Bedarf an ausländischen Talenten seit 2014 stetig an.
2016 wurde die Dauer auf vier Jahre erhöht und für zukünftige Non-Residents wurde dieser Indikator abgeschafft. Stattdessen verleiht Riot Games diesen Status durch andere Voraussetzung wie zum Beispiel eine Staatsbürgerschaft.
Profis die tatsächlich Resident einer anderen Region geworden sind, können diese jedoch problemlos ändern, sollten sie eine Staatsbürgerschaft in einem Land einer anderen Region haben. Dadurch verlieren die Spieler allerdings für immer den Resident-Status, welchen sie vorher nach zwei oder vier Jahre erlangt haben.
Sollte Bjergsen zurück nach Europa wechseln, könnte er sich dafür entscheiden, wieder als EU-Resident zu gelten. Das wäre interessant, wenn er einem Team beitritt, welches schon zwei Import-Slots vergeben hat. Dann gilt er jedoch wieder als EU-Resident und veriert damit permanent seinen Resident-Status in Nordamerika.
Unbezahlbare Goldjungen
Schaut man auf die NA LCS, gibt es einige Beispiele, die Spieler für die Organisationen unbezahltbar machen. Insbesondere im Kontext der finanzstarken Franchise-Liga.
Zum einen gibt es Spieler wie Bjergsen, die als Ausländer den Resident-Status Nordamerikas annehmen konnten. Da er über Jahre hinweg der beste Mid-Laner der Region ist und dazu diese Position in der NA LCS stark von Import-Slots bevölkert ist, treibt es das Gehalt und den Marktwert des Dänen unglaublich in die Höhe.
Andere Spieler wie Impact und Piglet fallen noch unter die Vier-Jahres-Regel. Da beide erst seit Januar 2015 in der Region spielen, fehlt den beiden Worlds-Gewinnern noch ein Jahr. Aus diesem Grund wird auch über die Höhe von Impacts neuen Vertrag bei Team Liquid spekuliert, welche sich auf eine Million Dollar belaufen soll. Denn unterschrieben hat er für drei Jahre.
Es stehen dadurch aber nicht nur die aus dem Ausland immigrierten Profis im Fokus. Auch die gebürtigen Amerikaner werden dadurch immer wertvoller. Spieler wie Doublelift und Hauntzer, die auf Worlds-Niveau mithalten können, sind goldwert.
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