H2K mit zweitem Brief: "Der Reset-Knopf muss gedrückt werden"

Geposted von Maxellent,
Im zweiten Brief stehen erneut Kritik und Forderungen gegenüber Riot Games im Mittelpunkt. H2K hatte im ersten Brief erklärt , der Betrieb eines EU LCS-Teams sei nicht lukrativ und ein Verlustgeschäft. Auch aus dem zweiten Brief, der gestern veröffentlicht wurde, geht hervor: Die gemeinsamen Ziele der Teams und Riot seien bislang nicht erreicht worden.

Neben dem Aufbau eines erfolgreichen Franchises habe H2K "durchgehend ein kompetitives Team aufgestellt" und "Spieler geprägt, die H2Ks Werte verstehen und respektieren". Zudem hat das Team High Quality Content für die Community bereitgestellt. Bei H2K ist man also der Meinung, seinen Teil zur Verfolgung der Ziele beigetragen zu haben, während Riot jedoch von den Verantwortlichen kritisiert wird.

Riot muss Team-Interessen mehr berücksichtigen

Damit sich H2Ks Bemühungen auch auszahlen und sich alle anderen Teams ähnlich engagieren können, brauche es nämlich "offene und transparente sowie kollaborative Bemühungen seitens Riot, der Teams und der Spieler" in der EU LCS.
Dies sei momentan nicht der Fall. Damit, dass "vier der größten Teams Europa verlassen wollen" und H2K sich womöglich aus finanziellen Gründen aus der Liga zurückziehen muss, ist die Organisation unzufrieden. "Der Reset-Knopf muss gedrückt werden", fordert H2K.

Statt eines offenen und transparenten Ökosystems haben wir Diskretion und fehlende Informationen. Statt kollaborativer Bemühungen haben wir Riot, das alle wichtigen entscheidungen trifft und die Ansichten der Teams und Spieler größtenteils ignoriert. Statt eines Ökosystems, das im Interesse aller Parteien ist, werden die Teams in finanziell schwache Positionen gezwungen, während für die Spieler Instabilität und Unsicherheit erzeugt wird.


Forderung: Neues System und mehr Geld

Es wird daher seitens der Organisation neben mehr Transparenz auch ein besseres Ökosystem und eine stärkere Zussamenarbeit zwischen Riot, Teambesitzern und Spielervertretern gefordert. Man möchte das "NA Franchising-System ohne Franchising. Ein einzigartiges regionales Modell, designt für Europa".

Ein derartiges neues System war vor ein paar Wochen von ESPN als Plan für den Summer Split 2018 enthüllt worden.


Doch im neuen System fordert H2k-Gaming für die "Legacy Teams", also für die Organisationen, die bereits hohe Investments und jede Menge Aufwand in Riots Esport investiert haben, eine garantierte jährliche Erhöhung von ungefähr 6,5 Millionen Euro. Dies sollte vor allem für die Legacy Teams gelten, doch sollte es zur 24-Teams-LCS kommen, müssten natürlich auch die anderen Teams entsprechend an den Einnahmen beteiligt werden.

Die Refinanzierung des Ganzen sollte laut H2K für Riot kein Problem sein: "Der Verkauf von einem Skin und einem Icon während der Weltmeisterschaft über nur 6 Wochen bringt Einnahmen von etwa 18 bis 20 Millionen Euro. Die Summen können jährlich von Riot generiert werden, indem man für die europäischen Fans je einen Skin für Spring und Summer Split designt und verkauft."

Die Orgnaisation trägt auf diesem Wege also konkrete Forderungen an Riot Games heran. Man ist unzufrieden mit der Situation und möchte daher etwas ändern. Bleibt abzuwarten, ob und wie Riot darauf reagiert.

Was haltet ihr von dem H2K-Brief? Kann Riot die EU LCS zusammenhalten?

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