Geposted von Maxellent,
Die NA LCS wird wie seit einiger Zeit vermutet ab dem nächsten Jahr ein Franchising-System einführen. Damit folgt die nordamerikanische Spielklasse der chinesischen LPL. Erst China, dann Nordamerika: Das Franchising-System greift in den internationalen League of Legends-Ligen um sich. Die NA LCS wird ab 2018 mit dem in den USA üblichen System ausgestattet. Dies verkündete Riot Games am Donnerstag.


Damit werden alle Teams, die sich ab 2018 in der NA LCS befinden, zu permanenten Teilnehmern der nordamerikanischen Liga.


Dafür sollen die beteiligten Organisationen auch 32,5% der eSports-Einnahmen von Riot erhalten. Je nach Teamleistung soll dieser Anteil an die Organisationen verteilt werden. Alle Spieler zusammen werden mit 35% der Einnahmen beteiligt.

Bewerbungen und hohe Summen nötig

Um Teil des neuen Ligensystems zu werden, müssen sich die interessierten Organisationen bei Riot Games um einen Platz bewerben. Da die Relegation abgeschafft wird, ist dies die einzige Möglichkeit, der höchsten nordamerikanischen LoL-Liga beizutreten.

Dabei ist es seit dem 1. Juni möglich, Bewerbungen und konkrete Pläne an Riot zu schicken. Bis zum 14. Juli wird dies möglich sein. Die Teams, die ab 2018 fester Bestandteil der NA LCS werden, will Riot Games im November bekanntgeben.
Den Platz gibt es allerdings nicht geschenkt: 10 Millionen Dollar soll nach Dot Esports-Informationen ein Platz für die bereits in der LCS spielenden Organisationen kosten, neue Teams müssten sogar 13 Millionen hinlegen.

Challenger Series wird zur Academy-Liga

Anstatt die nordamerikanische Challenger Series komplett zu streichen, möchte Riot sie lieber zur Academy-Liga umformen, in welcher die zweiten Mannschaften sämtlicher LCS-Teams spielen werden.

Dies soll die Entwicklung junger und talentierter Spieler fördern, die mit der Änderung nicht nur die Chance haben, für eine der LCS-Organisationen als Substitute zu agieren, sondern stattdessen in der Academy-Liga gegen die Talente der anderen Profi-Teams anzutreten und zu trainieren.
Den LCS-Spot können Teams übrigens dennoch durch schlechte Leistungen einbüßen: Gelingt es einer Organisation, mit ihrem LCS-Team innerhalb von acht Splits fünf Mal die Plätze 9 oder 10 zu belegen, wird sie dafür aus der Liga ausgeschlossen.

Spielervereinigungen

Für die Spieler soll das LCS-Geschäft natürlich kein Nachteil werden. Deshalb hebt Riot die minimale Gehaltsgrenze für die LCS-Profis auf 75.000 Dollar im Jahr an. Die Gehälter will die Firma zu 100% garantieren.

Eine wirkliche Neuerung sind allerdings die Spielervereinigungen: Riot möchte schon dieses Jahr eine Art Gewerkschaft für die Spieler gründen, die diese selbst organisieren sollen, sobald sie dazu in der Lage sind. Dann soll es ihnen auch ermöglicht werden, eine unabhängige Spielervereinigung daraus zu machen. Zunächst will die Firma den jungen Profis aber wohl noch unter die Arme greifen.
Noch diesen Monat möchte Riot Games den Spielern einige Repräsentanten vorschlagen, über die diese dann abstimmen können. Sie können natürlich auch alle Kandidaten ablehnen. Die Repräsentanten werden dann die Vereinigung bis September gemeinsam mit allen Spielern aufsetzen. Das Organ soll dann gestartet werden und die Spieler gegenüber Riot und den Teambesitzern repräsentieren.

Europa bleibt unberührt

In der EU LCS will Riot solche Pläne vorerst nicht umsetzen. In einem kurzen Statement schrieb die Firma: "Europa ist eine riesige und unglaublich vielfältige Region. [...] Wir freuen uns, weiterhin Wege zu suchen, um das kompetitive Ökosystem zu stärken und zu vertiefen, um die vielen talentierten Spieler, Organisationen und Fans aus ganz Europa zu belohnen".

Im Verlauf des Jahres 2017 möchte Riot weitere Informationen und Pläne zur EU LCS preisgeben.

Was haltet ihr von Riots Plänen? Geht NA den richtigen Weg?

Ihr wollt keine Neuigkeiten zu League of Legends verpassen? Folgt uns auf Facebook und Twitter!

Kommentare