Geposted von xNyxix,
Was wäre die Welt wohl ohne weibliche Rundungen? Das klingt bei genauerem Überlegen fast wie die Hölle auf Erden. Ähnlich verhält es sich in unserem geliebten League Universum. Der Vorbau von Sona, Miss Fortune und Co. gehört zum Charakterdesign der Champions, die wir so sehr lieben. Ohne die Rundungen würden wir im Spiel definitiv etwas vermissen. Es gehört zur Ästhetik des Spiels und verleiht dem Ganzen eine leicht erotische Atmosphäre. Uns würde definitv etwas fehlen, würde Riot solche Champions anpassen oder gar ganz aus dem Spiel entfernen.

Aktuell werden unsere Wünsche und Fantasien nach weiteren Boobies von Riot leider vernachlässigt, da der Spieleentwickler seit geraumer Zeit nur noch Champions mit enttäuschender Oberweite veröffentlicht. Begonnen hat das ganze mit Jinx, die nicht mehr als A-Körbchen vorweisen kann. Etwas später wurde Kalista eingeführt, unser Geisterflachbrett. Auch Rek’Sai ist nicht unser Schönheitsideal, auch wenn Skarner das anders sehen dürfte. Schließlich steht nun Kindred auf dem Plan, bei dem auch der Teil des Lämmchens nicht mit ihren weiblichen Vorzügen prahlen kann.

Brüste, ein heikles Thema?

by Sakimichan
Doch was will Riot mit der Durststrecke begüglich der Veröffentlichung neuer erotischer Charaktere erreichen? Zum einen finden wir im Internet tausende von Einträgen in Foren, Fragen, Videos und Fanarts, die sich quasi auf das Thema spezialisiert und sich teilweise richtig daran aufgehangen haben. Die Zeichnerin Sakimichan, die verschiedene Charaktere aus Videospielen möglichst erotisch (und teilweise auch mit nackter Haut) darstellt, verdient ein Vermögen mit ihren Kunstwerken. Durch die Seite Patreon finanzieren Fans aus aller Welt ihr Leben: Mit 16.500 $ pro Woche!

Auch in anderen bekannten Videospielreihen nehmen Frauen einen elementaren Bestandteil ein. Lara Croft ist einer der erfolgreichsten Charaktere in der Videospielgeschichte und verdankt ihren Erfolg unter anderem auch ihrem Design. In vielen MMORPGs, in denen man sich den Charakter selbst erstellen kann, gibt es eine Vielzahl an weiblichen Charakteren mit einer scheinbar sehr leichten Rüstung. Selbst viele Männer erstellen sich weibliche Charaktere, weil es einfach besser aussieht.

Auf der anderen Seite wird die Objektifizierung der Frau in Videospielen harsch kritisiert. Die Feministin Anita Sarkeesian veröffentlichte 2013 eine Reihe von Videos, die vor allem die Rolle der Frau als Preis in Videospielen darstellt. In Spielen wie Super Mario oder The Legend of Zelda gilt es als oberste Priorität, die Prinzessin aus den Händen des Bösewichtes zu retten. In vielen Spielen sind Frauen meist NPCs, also nicht spielbare Charaktere, und meistens auch nur als optisches Highlight im Hintergrund dargestellt. Für ihre Äußerungen bekam Sarkeesian sogar Todesdrohungen, dennoch hält sie weiter an ihrer These fest.

by Fuyahana
Es gibt aber auch Länder, die das Spielen von zu erotischen Charakteren in Videospielen komplett untersagen. So wurden unter anderem bei den World Cyber Games 2013 im Iran alle weiblichen Charaktere vom Wettbewerb ausgeschlossen. Der Veranstalter konnte sich dabei insofern durchsetzen, dass League of Legends unter diesen Auflagen gespielt werden durfte, obwohl das Moba im Iran gesetzlich verboten war.

Es stehen sich also zwei Fraktionen gegenüber: Die Freiheitskämpfer für eine freie Entfaltung erotischer Fantasien gegen die Verfechter der Moral und Ordnung.

Der Zwiespalt zwischen virtuell und real

Oft wird gewitzelt, dass beispielsweise die Brüste von Miss Fortune bei steigendem Level ebenfalls wachsen sollten oder eine AD-Skalierung bekommen sollten. Aber sind das wirklich nur Scherze, oder ist der Wunsch nach der League of Boobs wirklich so groß? Wenn man sich die Mehrheit der Masse anschaut, kann man genau erkennen, was die LoL-Community unbedingt haben will: Rito pls, give us more boobs!

Einer deutschen Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, zufolge senkt das zehnminütige Starren auf die weiblichen Argumente das Risiko eines Schlaganfalls und Herzinfarkts um 50%. Wahrscheinlich ist es genau das Erfolgsrezept, warum zahlreiche Streamerinnen auf Twitch so großen Erfolg haben. Tausende begeisterte League of Legends Fans schalten täglich bei dieser umstrittenen Gruppe ein und begeistern sich mindestens genau so sehr für die Optik wie für das Gameplay. Viele verurteilen diese, da sie das Bild einer Gamerin in den Dreck ziehen würden und damit ein Klischee schaffen, das große Brüste mit fehlendem Skill assoziiert.

Gegenüber den Pixeltitties sind die selben Leute weniger kritisch, da diese einfach zum Spiel dazu gehören. Ingame wünschen wir uns mehr Brüste und wenn wir dann echte Frauen mit Brüsten im Netz sehen, enden diese meist verhasst. Oft kann man sehr beleidigende Kommentare in den Chats lesen und auch auf Twitter werden diese nicht selten angegriffen.

Außerdem sollte jedem bewusst sein, dass das Schönheitsideal der Frauen in Videospielen alles andere als realistisch ist. Schaut man sich die Anatomie von einigen Charakteren genauer an, würden diese einem Leid tun. Es dürften unerträgliche Rückenschmerzen sein, wenn ein echter Mensch bei solch schmaler Taille die Oberweite einer Sona haben würde. Dennoch fällt es einem schwer, sich eine flachbrüstigere Sona vorzustellen.

Ist unsere Denkweise zu schizophren oder wurde diese Grenze zwischen real und virtuell bewusst gezogen. Wie steht ihr zu diesem Thema?

Passend zu diesem Artikel haben wir im Forum unsere Wochenfrage gewählt: Welcher Champion hat die besten weiblichen Argumente?

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