Geposted von Nym,
Gambit Gamings Jungler Danil "Diamondprox" Reshetnikov hat in einem ausführlichen Facebook-Post beschrieben, wie das letzte Jahr als Spieler für ihn verlaufen ist und mit welchen Problemen das Team zu kämpfen hatte. Besonders ausführlich geht er dabei auf den Bann von Konstantinos "Forg1ven" Tzortziou ein. In seinem Post beschreibt Diamondprox, dass sie als Team im vergangenen Jahr mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten und er zeitweise sogar kurz davor war, andere Angebote anzunehmen und Gambit den Rücken zu kehren. Als größte Hürde nennt er dabei die Suche nach einem guten Coach, der das Team im Hinblick auf Strategie, Objektkontrolle und Rotationen auf der Karte vorbereiten kann. Aus seiner Sicht hat nur der jetzige Coach Kévin "Shaunz" Ghanbarzade diese Rolle wirklich zufriedenstellend ausgefüllt.

Entsprechend schwer sei der Start in den vergangenen Splits, zu dessen Beginn Shaunz noch nicht zu Verfügung stand, gewesen. Außerdem habe es zu dieser Zeit Probleme mit dem Internet im Gaming Haus gegeben. Shaunz hat Diamondprox dann zum neuen Shotcaller des Teams auserkoren. Auch in diese Rolle habe er zunächst hineinwachsen müssen.

Letztlich erreichte Gambit spielerisch jedoch ein Level auf dem Sie, laut Diamondprox, jedes Team hätten schlagen können und tatsächlich einige Siege einführen. Doch das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten: Vor den beiden letzten und entscheidenden Spielen der regulären Saison wurde der Schütze des Teams Konstantinos "Forg1ven" Tzortziou von Riot wegen seines unangemessenen Verhaltens in der Solo-Q gebannt.

Diamondprox hält den Bann für absolut verdient. Dennoch sei er sehr unzufrieden damit, wie Riot die Angelegenheit gemanagt hat. Zwar wurde Gambit drei Wochen vor dem Bann gewarnt, dass Ermittlungen laufen, dies sei aufgrund von Riots weiterem Vorgehen jedoch nahezu nutzlos gewesen. Man habe Ersatzspieler für das Team suchen können, solange jedoch keine Gewissheit über einen Bann bestand sei es nicht sinnvoll gewesen mit diesen zu trainieren oder sie gar ins Gaming Haus zu hohlen.

Zwei Tage vor dem Spiel gegen Elements entschied Riot dann, Forg1ven tatsächlich zu bannen. Aus Sicht von Diamondprox viel zu kurzfristig. Zwei ihrer Ersatzspieler hätten von den Organisationen, für die sie spielen, gar nicht erst die Erlaubnis bekommen, nach Europa zu kommen und für Gambit zu spielen. Evgeny "Genja" Andryushin habe zwar zur Verfügung gestanden, die verbleibende Zeit sei jedoch nicht ausreichend gewesen, damit er ein Visum bekommt. Die einzige verbleibende Möglichkeit sei es gewesen Amaury "Moopz" Minguerche, welcher eigentlich die Rolle des Unterstützers bevorzugt, als Schützen antreten zu lassen und zu beten.

Laut Aussage von Riot habe man nicht die Organisation, sondern den Spieler bestrafen wollen. Durch Riots Vorgehen sei für Diamondprox jedoch das Gegenteil der Fall gewesen. Er hat auch eine eigene Lösung für die Situation parat: Forg1ven erst zu Beginn des nächsten Split bannen. Auch eine andere Form von Bestrafung wäre aus seiner Sicht denkbar gewesen.

Im Spiel gegen Elements hätten dennoch Chancen für das Team bestanden, so Diamondprox. Die Niederlage schreibt er unter anderem eigenen Fehlern in seiner Rolle als Shoutcaller zu. Für das Team sei die Niederlage sehr demotivierend gewesen und am darauffolgenden Tag habe man mit H2K einem deutlich stärkeren Gegner gegenübergestanden. Aufgrund des supersicheren Spiels des generischen Top-Laners Andrei "Odoamne" Pascu, aber auch einiger Fehlentscheidungen und der Unfähigkeit der eigenen Bot-Lane ausreichend Druck aufzubauen habe man letztlich eine weitere Niederlage einstecken müssen.

Zum Schluss bedankte Diamondprox sich bei den Fans noch dafür, dass sie sein Team, welches „niemals Glück habe“ unterstützen und versprach, dass Gambit sie in der nächsten Saison stolz machen werde. Außerdem kündigte er an, nach dem Relegationsspiel regelmäßig zu streamen.

Was haltet ihr von Riots Management bezüglich des Forg1ven Banns? War ihr Vorgehen angemessen oder wurde Gambit zu Unrecht bestraft?

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    Lea Knölcke
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