Böswillige Kommentare: Faker und T1 reichen Klagen ein

Geposted von Funk1ll3r,
Sang-hyeok 'Faker' Lee ist fast seine gesamte Karriere über das Gesicht der professionellen League-of-Legends-Szene. Sportlicher Erfolg und ein Leben im Rampenlicht bringen aber auch ihre Schattenseiten mit, wie der Südkoreaner ohne Zweifel selbst erlebt hat. Am Dienstag wurde bekannt gegeben, dass der Superstar und T1 rechtlich gegen böswillige Kommentare vorgehen. Die Anwälte von Faker und seinem Arbeitgeber haben offiziell Klagen eingereicht. Laut einer Übersetzung von InvenGlobal richten sich diese gegen Personen, die wiederholt boshafte Kommentare im Internet veröffentlichen. Dabei berufen sich die Anwälte und ihre Klienten auf Artikel 311 (Criminal Act) des südkoreanischen Gesetzes. Dieser besagt, dass eine Person für Beleidigungen gegen eine andere Person zu einer Haft- oder Geldstrafe verurteilt werden kann.

In einer Fragerunde, die von KORIZON aufgenommen und übersetzt wurde, haben die Anwälte von Faker und T1 weitere Informationen geliefert. Demnach richten sich die Klagen gegen eine kleine Gruppe von Personen, die seit Beginn des Jahres "kontinuierlich sehr boshafte Kommentare" hinterlassen. Als grobe Beispiele wurden laut KORIZON Beleidigungen gegen Fakers Mutter und Zeichnungen, die "unbeschreiblich widerlich" seien, genannt.

Manche der Beschuldigten hätten vorherige Warnungen von T1 ignoriert. "Nach dem MSI hat die Schwere dieser Posts drastisch zugenommen, deswegen war es für uns eine Notwendigkeit, entschlossen dagegen vorzugehen", zitiert InvenGlobal die Anwälte in einer Übersetzung. Geldstrafen für derartige Vergehen in Südkorea sollen sich im Bereich von einer bis zwei Millionen KRW (Südkoreanischer Won), was umgerechnet knapp 750 bis 1.500 Euro beträgt, bewegen. In der Fragerunde sagten die Rechtsabteilungen den Übersetzungen zufolge allerdings, dass sie in den angesprochenen Fällen deutlich härtere Strafen erwarten.

KT-Profis erhalten Waffen per Post



T1 ist in der jüngsten Vergangenheit nicht die einzige südkoreanische Organisation, die gegen bestimmte Vergehen einzelner Personen ankämpft. Erst am Montag hatte KT Rolster in einem ausführlichen Statement "gesellschaftlich inakzeptables" Verhalten scharf verurteilt.



In diesem Fall sei es nicht nur bei böswilligen Kommentaren geblieben, denn das League-of-Legends-Team der Organisation hat nach eigenen Angaben neben Drohungen und Fotos von Waffen sogar eigentliche Waffen in Paketen zugeschickt bekommen. KT Rolster wolle in Zukunft aktivere Maßnahmen ergreifen, um die eigenen Spieler zu schützen, falls sich die Situation nicht ändert.



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Teaserbild: Lee Aiksoon - Riot Games

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