Mobbingskandal: Riot Games bestraft TSM-Chef Reginald

Geposted von TripleCrunch,
Wegen herabwürdigenden und beleidigenden Verhaltens gegenüber Spielern und Mitarbeitenden bestraft Riot Games Andy 'Reginald' Dinh. Der TSM-Chef muss mehrere Trainings durchlaufen, seine Organisation dazu eine Geldstrafe bezahlen. Nach den Mobbingvorwürfen gegenüber Andy 'Reginald' Dinh hat Riot Games eine Strafe gegen den TSM-Chef verhängt. Das gab das Unternehmen am Mittwochabend bekannt. Die Organisation TSM muss demnach eine Geldstrafe von 75.000 US-Dollar zahlen. Reginald selbst muss ein „Sensibilitätstraining“ sowie ein „Führungskräftetraining“ durchlaufen. Weiterhin befindet sich Dinh für die kommenden zwei Jahre auf Bewährung.



Die Strafe ist das Ergebnis einer unabhängigen Untersuchung, die Riot Games in Auftrag gegeben hatte. Laut dem Befund ist Reginald schuldig ein „herabwürdigendes und schikanierendes Verhalten“ gegenüber TSM-Spielern und Mitarbeitenden gezeigt zu haben. Dies habe sich vor allem darin gezeigt, dass er diese beleidigte und herabwürdigend mit ihnen sprach, so der Untersuchungsbericht. Grund dafür seien meist die von Dinh empfundene Leistung eines Spielers oder von Mitarbeiter:innen gewesen.

Auslöser für die Untersuchung waren die Anschuldigungen von Ex-TSM-Spieler Yiliang 'Doublelift' Peng aus dem November 2021. Er beschuldigte Reginald öffentlich des Mobbings, woraufhin auch weitere Ex-Mitglieder des TSM-Staffs diese Anschuldigungen bestätigten. Die Vorwürfe im Detail und die Chronologie des immer größer werdenden Skandals lest ihr hier.



Neben Riot Games hatte auch TSM selbst eine Untersuchung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse bereits Ende Mai veröffentlicht wurden. Demnach habe es „kein rechtwidriges Verhalten“ von Reginald gegeben. Der CEO habe lediglich in einem unangebrachten „aggressiven und harten Ton“ Feedback gegeben. Daher trug diese Untersuchung Dinh auf, mehrere Coachings zu durchlaufen.

In den kommenden zwei Jahren befindet sich Reginald nun auf Bewährung. Riot Games schreibt hierzu, dass TSM und der CEO sich verpflichtet haben, einen „kulturellen Wandel“ in ihrem Unternehmen anzustoßen. Zudem sei ein anonymes „Tipp-Telefon“ eingerichtet, bei dem Mitarbeitende erneutes Fehlverhalten melden können, sollte es auftreten. Im Falle weiterer Vergehen droht Riot mit „stark verschärften Strafen“.

Titelbild: Tina Jo/Riot Games

Ihr wollt keine Neuigkeiten zu League of Legends verpassen? Folgt uns auf Facebook und Twitter oder joint dem offiziellen Summoner's Inn Discord-Server!

  • TripleCrunch

    TripleCrunch

    Maik Jahn
    Staff
    • Kontakt:
    • Ort:
      Mainz, Deutschland

Kommentare