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Die Tops und Flops zum LEC- und LCS-Start

Geposted von Funk1ll3r,
In der LEC Summer Season 2022 und im LCS Summer Split 2022 ist etwas mehr als ein Drittel der regulären Saison gespielt. Wir blicken auf die Tops und Flops zu Beginn der beiden regionalen Top-Ligen.

Top: Excel-Entwicklung ohne personelle Wechsel



Seit dem eigenen Einstieg in die LEC zum Jahr 2019 ist Excel Esports die graue Maus der europäischen Top-Liga gewesen. Das erste Jahr war eine Katastrophe, anschließend konnte zumindest mehrfach davon gesprochen werden, dass die Playoffs nur knapp verpasst wurden. Im Frühling brach die Organisation diese Negativserie und erreichte erstmals die Top 6. Im Summer Split ist Excel Esports auf einem guten Weg, den Aufwärtstrend fortzusetzen, obwohl in der kleinen Off-Season keine personellen Änderungen vorgenommen wurden.

Fünf Siege und zwei Niederlagen bedeuten den besten Start der eigenen LEC-Geschichte, zudem waren die Erfolge kein Zufallsprodukt. Starke Early-Games, vor allem dank Jungler Mark 'Markoon' van Woensel, führten zu schnellen Partien. Ein Paradebeispiel dafür war der 21-minütige Triumph über die MAD Lions. Für Head-Coach Joey 'YoungBuck' Steltenpool ist diese Form auf einen "Durchbruch" im Bootcamp in Südkorea zurückzuführen. Sollte Excel die beiden Pflichtsiege gegen Astralis und SK Gaming in Woche vier einfahren, hätte das Team nach der Hinrunde eine bemerkenswerte Bilanz von 7:2. Die zweite Playoff-Teilnahme wäre somit nur noch Formsache.

Flop: TSMs Spring Split könnte sich wiederholen



Der Spring Split in der LCS war für TSM das größte Debakel der eigenen League-of-Legends-Geschichte. Der Rekord-Champion der nordamerikanischen Top-Liga hatte fünf Partien vor Ende der regulären Saison lediglich zwei Siege auf dem Konto und verpasste am Ende erstmals die Playoffs - und das mit einem Roster, das nach Angaben des umstrittenen CEOs Andy 'Reginald' Dinh eine Summe im siebenstelligen Bereich gekostet hat. In der Off-Season griff TSM erneut in die Tasche und holte mit Yi-Tang 'Maple' Huang einen absoluten Veteranen, der in der Vergangenheit insbesondere mit den Flash Wolves in Taiwan, aber auch international für Aufsehen gesorgt hat.



Die zweite Spielwoche im aktuellen Summer Split startete das Team mit einem überraschenden Sieg gegen Team Liquid, der die eigene Bilanz auf 2:2 verbesserte, seitdem ist von der "Euphorie" aber nicht mehr viel zu erkennen. Drei Pleiten in Folge mit teilweise erschreckenden Auftritten gegen die Evil Geniuses und zuletzt Dignitas bedeuten einen geteilten achten Platz, zudem wäre es bei einem Blick auf das Restprogramm keine Überraschung, wenn TSM die Hinrunde mit zwei Siegen abschließt. Obwohl die Verantwortlichen betont haben, dass der Spring Split eine Ausnahme war, deutet zurzeit nicht viel darauf hin, dass es im Sommer spürbar besser laufen wird.

Top: Die MAD Lions und Nisqy schärfen ihre Krallen



Die MAD Lions waren im Spring Split die womöglich größte Enttäuschung in der LEC. Ohne die Abgänge Marek 'Humanoid' Brázda und Matyáš 'Carzzy' Orság verpassten sie als amtierender Champion überraschend die Playoffs. Die Reaktion darauf war die Verpflichtung von Yasin 'Nisqy' Dinçer, der bei Fnatic ausgerechnet von Humanoid ersetzt worden war und aufgrund eines bestehenden Vertrages inaktiv auf der Bank verweilte.

Mit dem belgischen Mid-Laner präsentieren sich die MAD Lions im noch jungen Summer Split sichtlich besser und koordinierter. Zwar beträgt der Vorsprung auf den geteilten siebten Platz nur einen Sieg, in der Hinrunde konnten die Löwen aber G2 Esports und Fnatic schlagen. Zudem trennte sie gegen Rogue, das letzte Top-3-Team aus dem Frühling, lediglich ein glücklicher Elder-Drake-Steal vom Triumph. Im Vergleich zum Spring Split haben die MAD Lions im langen Rennen um die Teilnahme an der World Championship - Stand jetzt - einen sichtbaren Schritt nach vorne gemacht.

Flop: Blutleere Immortals-Auftritte in der LCS



Das absolute Gegenteil der MAD Lions sind momentan die Immortals in der LCS. Die Organisation verpflichtete zum Sommer Dong-Guen 'IgNar' Lee, den Tristan 'PowerOfEvil' Schrage aus gemeinsamen Zeiten bei FlyQuest und Misfits Gaming kennt. Zudem spielte mit Lawrence 'Lost' Hui der andere Bot-Lane-Neuzugang im vergangenen Jahr mit dem Deutschen bei TSM.



Bislang stehen diese Wiedervereinigungen allerdings unter keinem positiven Stern, denn die Immortals sind mit nur einem Erfolg Tabellenletzter - und spielen auch wie einer. In nahezu jeder Partie wirkte es so, als würden sich die Spieler ihrem Schicksal ergeben. Zum Ende der zweiten Woche schrammten sie haarscharf daran vorbei, das zweite Mal auf der falschen Seite eines "Perfect Games" zu stehen. Mit mageren 31 Kills hat das Team nur knapp mehr als die Hälfte der Kills von Dignitas (59), das in dieser Statistik den vorletzten Platz belegt. Spiele der Immortals schauen zu müssen, sollte aktuell niemandem gewünscht werden.

Top: CLG mit bestem Start seit Sommer 2017



In den vergangenen Splits sah es bei CLG oft ähnlich aus, zurzeit aber nicht: Die einstige Top-Organisation der LCS legte ihren besten Start seit Sommer 2017 hin und teilte sich nach den ersten beiden Wochen jeweils die Tabellenführung mit den großen Namen Evil Geniuses und Team Liquid. Dabei gelang sogar zum Ende der zweiten Woche ein Sieg über Titelverteidiger EG, der bis dahin noch ungeschlagen war.

Top-Laner Niship 'Dhokla' Doshi ist spielerisch eine der positiven Erscheinungen im Team. Der 24-Jährige hatte bereits in der Vergangenheit versucht, sich in der LCS zu beweisen, allerdings ohne wirklichen Erfolg. Auch wenn CLG zuletzt zwei deutliche Niederlagen kassierte und sich vorerst aus der Spitzengruppe verabschiedete, ist der Start in den Summer Split ein außergewöhnlich erfolgreicher gewesen.



Mehr Infos und Artikel rund um die LEC findet ihr in unserer Coverage




Teaserbild: Michal Konkol - Riot Games

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