Riot untersucht offenbar Verhalten von TSM-CEO Reginald

Geposted von Funk1ll3r,
TSMs Gründer und CEO Andy 'Reginald' Dinh hat in der Vergangenheit bereits mehrfach für negative Schlagzeilen gesorgt. Laut einem Bericht vom Dienstag haben sowohl Riot Games als auch die Organisation eine Untersuchung gestartet. Im Report von Cecilia D'Anastasio für die Webseite WIRED heißt es, dass aktuelle und ehemalige Mitarbeiter:innen von TSM sowie E-Sport-Profis dem 29-Jährigen vorgeworfen haben, sie verbal beschimpft und schikaniert zu haben.

In einer Mail gegenüber WIRED habe Riot Games bestätigt, dass im vergangenen Jahr eine Untersuchung eingeleitet worden ist. Die Anwaltskanzlei O'Melveny & Myers LLP sei damit beauftragt worden, das angebliche Fehlverhalten von Reginald unabhängig zu untersuchen. Auch TSM habe eine Untersuchung gestartet. Diese hätte die "volle Unterstützung" des US-Amerikaners.

Auslöser für das Handeln beider Parteien seien die öffentlichen Aussagen von Yiliang 'Doublelift' Peng vom November 2021 gewesen, heißt es weiter. Der frühere Star von TSM hatte in einem Livestream gegen Reginald und dessen Organisation geschossen.



"Es wäre für mich ein persönlicher Genuss, zu sehen, wie TSM nie wieder etwas gewinnt. Einfach aus dem Grund, wie schlecht sie die Leute behandelt haben, die ihnen alles gebracht haben", sagte Doublelift unter anderem. Dabei kritisierte er insbesondere Reginald für dessen Umgang mit anderen Personen.

Im Rahmen dieser Auseinandersetzung sprangen einige bekannte Gesichter der League-of-Legends-Szene dem CEO von TSM zur Seite. Laut Quellen von WIRED soll der US-Amerikaner einige Persönlichkeiten der Industrie gebeten haben, sich positiv über ihn und seine Arbeit auszusprechen.

Reginald reagiert auf Vorwürfe



Im Bericht heißt es weiter, dass mehrere Quellen TSM als eine E-Sport-Organisation beschrieben hätten, die von einer "Kultur der Angst dominiert" wird. Reginald habe Mitarbeiter:innen als "dumm" und "wertlos" bezeichnet sowie in manchen Fällen diese außerhalb der Arbeitszeit angerufen, um sie anzuschreien.

Dem ehemaligen LCS-Profi wird ebenfalls vorgeworfen, Angestellte versammelt zu haben, um eine Person vor den Augen anderer anzuschreien und damit ein "Exempel zu statuieren". Zudem habe er laut einer Quelle für einen bestimmten Zeitraum mindestens alle zwei Wochen jemanden zum Weinen gebracht.

Die North American Players Association hat nach Angaben von WIRED mit mehr als einem Dutzend Personen gesprochen, die Fehlverhalten des 29-Jährigen erfahren oder miterlebt haben sollen. Viele Namen seien im Rahmen der Untersuchung an Riot Games weitergeleitet worden.

"Ich setze die Messlatte extrem hoch und wenn ich das Gefühl habe, dass jemand nicht liefert, dann teile ich dieses Feedback direkt und ganz offen. [...] Mein Vokabular ist gelegentlich zu harsch und ineffektiv gewesen. [...] Ich weiß, dass ich an meiner Vortragsweise arbeiten muss", soll Reginald WIRED in einer Mail unter anderem geschrieben haben.

Aggressives Auftreten in TSM-Videos



Bereits in den ersten Jahren der professionellen League-of-Legends-Szene hatte der frühere Mid-Laner von TSM mit fragwürdigem Verhalten auf sich aufmerksam gemacht. In mehreren Videos, die teilweise sogar von der Organisation selbst auf YouTube hochgeladen wurden, äußerte er sich sehr aggressiv zu seinen damaligen Mitspielern.

Anfang 2021 wiederum geriet Reginald für einen Tweet an den ehemaligen Cloud9-Support Philippe 'Vulcan' Laflamme in die Kritik. Laut Travis Gafford musste der Gründer von TSM daraufhin eine Strafe über 5.000 US-Dollar an Riot Games zahlen.



Auch in diesem Fall hat der Entwickler und Publisher von League of Legends Möglichkeiten, den 29-Jährigen zu bestrafen. 2019 stellte Riot Echo Fox ein Ultimatum, nachdem Rick Fox, Gründer der Organisation, einem Shareholder Rassismus vorgeworfen hatte. Echo Fox verkaufte den eigenen LCS-Slot einige Monate später.

Teaserbild: Riot Games

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