Talente auf dem Vormarsch, G2 & Fnatic enttäuschen - Tops und Flops des LEC Spring Splits

Geposted von Maxellent,
Ein aufregender LEC Spring Split ging am vergangenen Sonntag mit dem Triumph der MAD Lions zu Ende. Wir blicken zurück auf die Erwartungen und die Leistungen der Teams und ernennen die Tops und Flops des Spring Splits.

Top: MAD Lions stürmen sensationell zum Titel



Bei den MAD Lions hatte man sicherlich damit gerechnet, die Playoffs zu erreichen und oben mitzuspielen, doch bis zu dem starken Playoff-Run der Löwen gab es eigentlich keine Anzeichen dafür, dass dieses Team am Ende Europas Thron besteigen würde.

Die Neuzugänge İrfan 'Armut' Berk Tükek und Javier 'Elyoya' Prades haben sich im Laufe des Splits immer besser eingefügt und vor allem Norman 'Kaiser' Kaiser und Marek 'Humanoid' Brázda sind in den wichtigen Partien zur Höchstform aufgelaufen.



Zwei Best-of-Five-Siege gegen das starke Rogue und ein souveräner 3:1-Triumph über den ursprünglichen Titelfavoriten G2 Esports machten die MAD Lions zum verdienten LEC-Champion und qualifizierten sie für ihr erstes Mid-Season Invitational. Die Löwen haben im Spring Split ohne Frage alle Erwartungen übertroffen.

Flop: G2s Starensemble misslingt die Titelverteidigung



Den Drittplatzierten der Playoffs als Flop zu bezeichnen, gerade nachdem er in der Off-Season seinen Führungsspieler Luka 'Perkz' Perković verloren hat, mag etwas hart wirken. Doch G2 Esports hat stets den Anspruch, das beste Team Europas zu sein und muss sich mittlerweile an Titeln messen lassen.

Königstransfer Martin 'Rekkles' Larsson ist rein mechanisch als ADC sogar ein Upgrade gegenüber Perkz und hat das auch zeigen können, der fünfte LEC-Titel in Folge für die Organisation wäre die logische Konsequenz gewesen.



Stattdessen rutschte G2 Esports nach einer guten Regular Season und einem unnötig knappen Sieg über den Schalke 04 Esports wieder einmal ins Lower-Bracket der LEC-Playoffs und sah dort gegen Rogue alt aus.

Durchwachsene Auftritte und zahlreiche Fehler zogen sich durch den K.-o.-Runden-Lauf des Rekordmeisters, der eigentlich von Anfang an als klarer Titelfavorit betrachtet wurde. Dass es zum Summer Split eine deutliche Steigerung braucht, würde wohl auch bei G2 niemand bestreiten.

Top: Schalke 04 bereits im Spring Split oben dabei



Drei Jahre in Folge hatte der FC Schalke 04 in Europas Königsklasse den Spring Split gehörig in den Sand gesetzt und die Playoffs verpasst. In diesem Jahr gelang den Königsblauen nun endlich der Einzug in die Frühlings-Playoffs - und ganz nebenbei ihre beste Endplatzierung seit dem Summer Split 2019.

Als viertbestes Team der Liga kann sich S04 vor allem darüber freuen, dass die beiden Neuzugänge Sergen 'Broken Blade' Celik und Dino 'LIMIT' Tot nach zwischenzeitlich leichten Schwierigkeiten zuletzt immer wieder gute Leistungen abgerufen haben.



Natürlich träumen die Knappen weiterhin von ihrer ersten Worlds-Teilnahme. Auch in diesem Jahr wird das wieder schwer, doch zumindest müssen die Schalker im Vergleich zu den Vorjahren nicht zwischen den Splits einiges umwerfen. Es sieht ganz danach aus, dass S04 erstmals keine Änderungen am Lineup vornehmen muss und sich in Ruhe auf den Sommer vorbereiten kann.

Flop: Fragezeichen und frühes Aus für Fnatic



Bei Fnatic wurde in der Off-Season so einiges auf den Kopf gestellt. Starspieler Rekkles verließ sensationellerweise die Organisation, mit Jakob 'YamatoCannon' Mebdi holte man einen neuen Coach, Yasin 'Nisqy' Dinçer wurde neuer Mid-Laner, Elias 'Upset' Lipp neuer AD-Carry. All diese Wechsel zielten darauf ab, Fnatic wieder mindestens in die Top drei Europas zu bringen, doch das hat nicht geklappt.



Dabei performte Upset meist gut und konnte Rekkles' Fußstapfen einigermaßen ausfüllen, doch andere Probleme plagten das Team, das mit einem schwachen 0:3 gegen Schalke frühzeitig aus den Playoffs flog und enttäuschend Fünfter wurde.

Ob nun Zdravets 'Hylissang' Galabov und seine vielen Tode, die sehr inkonstanten Auftritte von Gabriel 'Bwipo' Rau oder der seiner Form hinterherlaufende Oskar 'Selfmade' Boderek - im Summer Split muss viel mehr von Fnatic kommen, wenn das Team zur Spitze der Liga gehören will.

Top: SKs Rookie-Team mit gutem Einstand



Für SK Gaming war zwar bereits in der ersten Playoff-Runde Schluss, doch mit drei Rookies und dem ebenfalls neu verpflichteten Erik 'Treatz' Wessén im Team kann sich diese Leistung sehen lassen. Auf dem Papier war im Vorfeld des Splits unklar, ob die Kölner zum Beispiel mit Misfits Gaming und Excel Esports mithalten können, am Ende ließen sie die beiden Teams in der Tabelle knapp hinter sich.



Ein "Top" hat sich SK Gaming durch die starke Phase in der Saisonmitte verdient, als vor allem Supporter Treatz aufdrehte. Mit 8:5 war das Team vorne mit dabei, doch dann ging den Kölnern die Luft aus: Sie verloren fünf Spiele in Serie und schieden gegen Fnatic direkt aus den Playoffs aus. Dennoch waren gute Ansätze für SK dabei, das sich auch im Sommer sicher wieder eine Playoff-Teilnahme erhofft.

Flop: Auch Vander macht aus Misfits kein Playoff-Team



Die Playoff-Plätze waren begrenzt und die Konkurrenz hart, doch sowohl der erfahrene Oskar 'Vander' Bogdan als auch sein neuer Arbeitgeber Misfits Gaming hatten sich vom ersten gemeinsamen Split wohl etwas mehr erhofft. Immerhin kam der 26-Jährige von Rogue, mit dem er im Summer 2020 LEC-Dritter wurde und anschließend an den Worlds teilnahm.

Mid-Lane-Talent Vincent 'Vetheo' Berrié und der neue Top-Laner Tae-min 'HiRit' Shin waren bislang eher mittelmäßig erfolgreich und die Konstanz fehlte den Misfits meist. Für Vander und sein Team ist dieser Flop aber wohl kein allzu großer Rückschlag, denn immerhin trennte nur ein Sieg das Team von den Playoffs. Am letzten Spieltag setzte es die entscheidende Pleite ausgerechnet gegen den Tabellenletzten Team Vitality.



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Bildquelle: Riot Games - Michal Konkol

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