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Die Tops und Flops der LEC im Jahr 2020

Geposted von Funk1ll3r,
Das LEC-Jahr hat am vergangenen Sonntag sein Ende gefunden. Wir blicken auf fünf Tops und Flops aus der europäischen Königsklasse, die im Jahr 2020 definitiv für Gesprächsstoff gesorgt haben.
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Top: Schalke 04 und der Miracle Run



Ein offensichtlicher Kandidat ist der wundersame Lauf des FC Schalke 04 in der zweiten Hälfte des Summer Splits. Trotz eines katastrophalen Beginns und zehn Niederlagen aus den ersten elf Partien waren die Königsblauen nah dran, sich noch für die World Championship in Shanghai zu qualifizieren.

Grund dafür war die eindrucksvolle Serie ab der sechsten Woche der regulären Saison. Mit sieben Siegen am Stück spielten sich Erberk 'Gilius' Demir, Felix 'Abbedagge' Braun und Co. noch in die Playoffs und überrollten in diesen zum Auftakt SK Gaming mit 3:0.

Schalke 04 legte im Sommer einen bemerkenswerten Lauf hin


Im Match um die Worlds-Qualifikation reichte es gegen die MAD Lions allerdings nicht. S04 verpasste zwar zum dritten Mal in Folge in der entscheidenden Best-of-Five-Serie um den letzten Slot den Triumph, kann sich aber trotzdem über einen historischen Lauf freuen.

Für wenige Wochen wurde alles, was die Königsblauen anfassten, zu Gold. Allein die Tatsache, dass sie nach einem derart schlechten Start in den Sommer noch eine Chance auf die Worlds-Teilnahme hatten, verdient ein massives Kompliment für alle Beteiligten.

Flop: Origen zwischen Anspruch und Wirklichkeit



Wie im Vorjahr erlebte Origen 2020 einige Höhe- und Tiefpunkte - nur dieses Mal jeweils auf einem niedrigeren Niveau. Nach einem definitiv nicht überragenden, aber auch nicht katastrophalen vierten Platz im Spring Split 2020 ging es im Sommer über weite Strecken nur noch bergab.

Nach der Hinrunde befand sich Origen in einem sehr dichten Tabellenmittelfeld. Für die Rückrunde verpflichtete die Organisation Jakub 'Jactroll' Skurzyński als neuen Support, dieser Schritt zahlte sich jedoch lediglich in der allerersten Woche aus. Mit sieben Pleiten in Folge beendete Origen den Sommer auf dem letzten Platz.

Für Nukeduck und Origen lief insbesondere der Sommer sehr enttäuschend


Dadurch verpasste die Organisation abermals die Teilnahme an der World Championship, die mit Spielern wie Barney 'Alphari' Morris oder Elias 'Upset' Lipp ein realistisches Ziel sein muss.

Die Verantwortlichen um Ex-Profi und -Caster Martin 'Deficio' Lynge müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie bereits bei der Zusammenstellung des Rosters versagt haben. Weder Ozeanien-Import Mitchell 'Destiny' Shaw noch Jactroll, der seit 2019 große Probleme in der LEC hat, erreichten auf der Support-Position das nötige Niveau - um nur eine einzige Baustelle zu nennen.

Top: Selfmade bestätigt seine Klasse



2019 feierte Oskar 'Selfmade' Boderek unter dem Banner von SK Gaming sein Debüt in der europäischen Königsklasse. Im Spring Split führte der Pole das Team mit individuell starken Leistungen überraschend in die Playoffs und spielte sich dadurch auf den Radar von Fnatic.

Als Nachfolger von Mads 'Broxah' Brock-Pedersen lastete nicht wenig Druck auf dem Polen, denn Spieler von Fnatic sind aufgrund der erfolgreichen Historie der Organisation zum Siegen verdammt.

Selfmade (l.) und Nemesis spielten bereits 2018 in einem Team


Schnell bewies Selfmade aber, dass er nicht nur in einem Team aus dem LEC-Mittelfeld gut aussehen kann. Besonders im Sommer, als seine Mitspieler Tim 'Nemesis' Lipovšek, Zdravets 'Hylissang' Galabov und Gabriel 'Bwipo' Rau regelmäßig nicht gut aussahen, war der Jungler neben Martin 'Rekkles' Larsson die tragende Säule des Teams.

In den Playoffs zog Fnatic durch ein 3:0 gegen Rogue und ein 3:2 gegen G2 Esports direkt ins Finale ein. Auch wenn es am Ende nicht für den Titel reichte, so waren unter anderem die Auftritte von Selfmade, der mit Picks wie Evelynn eine Carry-Rolle einnahm und ein Kandidat für den MVP-Titel war, einer der Gründe dafür, warum es bis ins Endspiel ging.

Flop: FORG1VEN vergeigt seine große Rückkehr



Eine der großen Geschichten im Vorfeld des LEC-Jahres 2020 war die Rückkehr von Konstantinos-Napoleon 'FORG1VEN' Tzortziou. Drei Jahre war der Grieche in der europäischen Top-Liga nicht zu sehen, da er unter anderem seinen Militärdienst ableisten musste.

Schalke 04 ging das Risiko ein, verpflichtete FORG1VEN als AD-Carry für das Jahr 2020 und alle Augen richteten sich auf das Comeback des nun 28-Jährigen. Auszahlen sollte sich die Entscheidung der Königsblauen aber nicht.

Mit dem Veteranen verlor das Team seine ersten sechs Partien, ehe es zum Eklat kam: FORG1VEN wurde ersetzt und schoss in einem Statement auf Twitter gegen seinen Arbeitgeber. Zu einem weiteren Einsatz kam er anschließend nicht mehr.

FORG1VEN katapultierte sich nach seinem lang erwarteten Comeback innerhalb kurzer Zeit ins Aus


FORG1VEN vergeigte damit nach einer langen Pause die große Chance, sich wieder in der LEC-Szene festzubeißen, innerhalb weniger Wochen, nachdem ihm die Verantwortlichen einer Organisation ihr Vertrauen ausgesprochen hatten.

Besonders nach seinem emotionalen Interview im Februar 2016, als der Grieche unter Tränen erklärte, dass seine Zukunft als Profi unklar sei, stellt sich die Frage, warum er zurückgekehrt ist, nur um schnell wieder das Handtuch zu werfen.

Top: Die LEC-Neulinge aus den nationalen Ligen



Europa wird immer besser darin, Talente in League of Legends hervorzubringen. Dies wurde besonders 2020 deutlich, als viele Spieler, die zuvor in den nationalen Ligen wie der Prime League antraten, debütierten und sich auf Anhieb konkurrenzfähig zeigten - oder sogar mehr.

Die MAD Lions sind nur ein gutes Beispiel dafür: Norman 'Kaiser' Kaiser, Matyáš 'Carzzy' Orság und Zhiqiang 'Shad0w' Zhao spielten 2019 in der deutschen Szene und mischten 2020 die LEC auf.

Die MAD Lions begeisterten im LEC-Jahr 2020 viele Fans und Experten


Auch wenn den MAD Lions gegen Ende des Summer Splits ein wenig die Puste ausging, so sind ein dritter und ein vierter Platz und damit die Qualifikation für die World Championship ein großer Erfolg.

Aber auch in anderen LEC-Teams zeigten Rookies immer wieder gute Leistungen, beispielsweise Dirk 'ZaZee' Mallner, Labros 'Labrov' Papoutsakis, Iván 'Razork' Martín Díaz oder Felix 'Kryze' Hellström.

Die neue Generation der LEC-Profis hat bewiesen, dass die Szene unterhalb der europäischen Königsklasse durchaus funktioniert. Die Zukunft der Region liegt im eigenen Nachwuchs - und das ist ein gutes Zeichen.



Mehr Infos und Artikel rund um die LEC findet ihr in unserer Coverage!




Alle Bilder von Riot Games - Michal Konkol

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    Marco Gnyp
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