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Esport-Stipendium: EPF und DKB fördern deutsche Talente

Geposted von Maxellent,
Die Esports Player Foundation (EPF) hat gemeinsam mit der Deutschen Kreditbank AG (DKB) vier League-of-Legends-Talente für ein Esport-Stipendium ausgewählt und möchte ihnen den Weg in eine Esport-Karriere eröffnen. Mit umfangreicher Unterstützung und professionellem Coaching sollen künftig viele deutsche Talente gefördert werden.
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Die Esports Player Foundation hat sich die Förderung von Esport-Talenten in Deutschland auf die Fahne geschrieben. Mit Unterstützung der DKB hat sie am 20. Juli vier Stipendien an deutsche LoL-Talente vergeben. Es ist ein neuer und zukunftsorientierter Ansatz im Esport, dem wir genauer auf den Grund gehen wollen.



Esport-Förderung in Deutschland: Das ist die EPF



Die Esports Player Foundation ist eine deutsche Non-Profit-Organisation, die zum game e.V. gehört. Ihre Mission ist es, Esport-Talenten zu ermöglichen, ihren Traum zu verwirklichen und sie gleichzeitig zu Vorbildern für andere Spieler zu entwickeln. Aktuell werden insgesamt 15 Spieler und Spielerinnen in League of Legends und Counter-Strike gefördert, darunter Akteure der Prime-League-Teams OP innogy eSport und mYinsanity.

"Unser Ziel ist es, mittelfristig eine dreistellige Anzahl zu fördern und wir bauen gerade noch eFootball auf", sagt Evangelos Papathanassiou, Co-Founder der EPF. Langfristig möchte die Organisation Spieler in allen relevanten Esport-Titeln fördern. Dafür arbeitet sie mit einigen großen Partnern, unter anderem mit der DKB, zusammen.

LoL-Esport-Stipendium mit der DKB



Die DKB ermöglicht der Esports Player Foundation momentan, vier LoL-Talente ganz besonders zu fördern. Mit einem Esport-Stipendium ausgestattet und von professionellem Coaching begünstigt sollen die vier SpielerInnen auf den Weg in Richtung Esport-Karriere gebracht werden. "Im Idealfall hilft das Stipendium, das Maximum aus dem eigenen sportlichen Potenzial zu machen, das aber ohne Nachteile im sozialen, schulischen oder beruflichen Leben", erklärt Papathanassiou.



Durch Scouting ausgewählt und betreut werden die Talente unter anderem von Christoph 'MoSiTing' Würger, der im Spring Split der Prime League Pro Division als Coach des FC Schalke 04 Evolution deutscher Meister wurde.

Umfangreiche Unterstützung



MoSiTing ist von dem Projekt überzeugt: "Durch das Stipendium der DKB erhalten die Spieler eine Förderung, die gleichgestellt ist mit der eines olympischen Athleten. Das heißt konkret, ein auf den Athleten individuell abgestimmtes Paket von Förderungen, welches zum Beispiel Steuerberatung, Altersvorsorge, Versicherungsberatung, Personal Training, finanzielle Förderung und Hardware-Support, medizinische sowie Ernährungsberatung und vieles mehr beinhaltet."

Der LoL-Coach sieht es als "große Ehre" an, das Projekt mitgestalten zu dürfen. "So eine Förderung hätte ich mir vor fünf Jahren gewünscht. So was nun anzubieten plus immer noch als Coach aktiv zu sein, ist genial."



MoSiTing hat uns auch erklärt, wie die Zusammenarbeit mit den Stipendiaten abläuft: "Wir halten nun seit ein paar Wochen über Discord, Email und telefonisch Kontakt zu ihnen." Mithilfe seiner Partner könne der EPF allen Spielern eine individuelle Förderung ermöglichen.

"Als konkretes Beispiel helfen wir auch, wenn für die Stipendiaten aufgrund ihres Studiums und gerade während der Prüfungsphasen durch überschneidende Turniertermine eine Menge Stress entsteht. Wir stellen dann einen Kontakt zum Dekan der Universität her und informieren ihn über die Situation der Athletin oder des Athleten."

Es geht bei der Förderung also keineswegs nur darum, besser in League of Legends zu werden, wie der ehemalige S04-Coach erklärt: "Das Thema, welches mir persönlich am wichtigsten ist, ist die medizinische Beratung, welche unsere Stipendiaten und alle geförderten Spieler beziehen können, wenn sie gesundheitliche Probleme haben oder einfach präventiv dagegen vorgehen wollen. [...] Diese wichtige Fördermaßnahme darf keinem Spieler vorenthalten werden."

Erfahrene Funktionäre



Von der Kompetenz innerhalb der Esports Player Foundation ist MoSiTing überzeugt: "Dank Jörg Adami, der für über zehn Jahre im Vorstand der Deutschen Sporthilfe tätig war und Evangelos Papathanassiou, der als Consultant für die FIFA, UEFA, den FC Bayern München und viele mehr tätig war, verbinden wir Erfahrung aus dem professionellen Leistungssport, der Wirtschaft und dem Esport."

Seine Erfahrung als mitwirkender Coach bei Teams wie Misfits Gaming und Schalke 04 Evolution ermögliche es ihm, "den Stipendiaten Konzepte auf LEC- und Academy-Level beizubringen." Die kombinierte Erfahrung der Funktionäre soll dabei helfen, die Esport-Talente auf den richtigen Weg zu bringen.

Große Zukunftspläne



Die EPF strebt derweil auch abseits des Stipendiums ein schnelles Wachstum an. Papathanassiou will mit der Organisation zu Beginn des Jahres 2021 bereits 100 SpielerInnen gleichzeitig fördern. Dabei sei es nach wie vor wichtig, "dass die SpielerInnen wie Vorbilder auftreten - respektvoll, fair und leistungsorientiert".



Auch MoSiTing wünscht sich schnelle Fortschritte für die EPF: "Ich glaube absolut daran, dass wir es schaffen werden, alle, die den Esport lieben, hinter die Idee zu bekommen, die Spielerinnen und Spieler zu supporten. Dann wird es richtig groß und kann den ganzen Sport verändern. Und natürlich brauchen wir auch eine EPF in vielen anderen Ländern."

Was mit der Förderung der ersten Spielerinnen und Spieler durch die Esports Player Foundation und dem DKB-Stipendium begonnen hat, könnte künftig also neue Strukturen in der Esport-Talentförderung schaffen. Es wäre eine Entwicklung, die den zunehmenden Stellenwert des Esport in Deutschland und Europa unterstreichen würde.

Bildquelle: Riot Games

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