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Fünf LEC-Finalisten, die schnell in Vergessenheit geraten sind

Geposted von Funk1ll3r,
Im Finale der LEC oder des Vorgängers EU LCS anzutreten, ist ein Traum, den sich nur wenige (Semi-)Profis seit Einführung der festen europäischen Königsklasse in League of Legends erfüllen konnten. Wir blicken auf fünf Spieler, die dies geschafft haben und dann innerhalb kurzer Zeit wieder von der großen Bühne verschwunden sind.
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Puszu: Der Rekkles-Platzhalter bei Fnatic



Nur Fans, die die professionelle League of Legends-Szene bereits im Jahr 2013 verfolgt haben, werden sich an Johannes 'Puszu' Uibos erinnern. Der Mann aus Estland verbrachte das Jahr 2012 in diversen Amateur-Teams, ehe ihn mit Fnatic das beste europäische Team im Juli 2013 verpflichtete.

Nach einem schlechten Start in den Sommer trennte sich die Organisation von Christoph 'nRated' Seitz. Die heutige Fnatic-Legende Bora 'YellOwStaR' Kim, zuvor AD-Carry des Teams, nahm die Position des deutschen Support-Spielers ein, wodurch Raum für Puszu geschaffen wurde.

Puszu durfte Rekkles einen Platz bei Fnatic warmhalten


Der Neuzugang war allerdings nur ein Platzhalter für einen gewissen jungen Schweden, der später das Gesicht der Organisation werden sollte: Martin 'Rekkles' Larsson. Fnatic nahm den damals 16-Jährigen Ende 2012 erstmals unter Vertrag, aufgrund seines Alters war dieser aber erst ab September 2013 spielberechtigt.

Mit Puszu konnte das Team um Enrique 'xPeke' Cedeño Martínez im Summer Split der EU LCS das Ruder herumreißen und am Ende den Titel verteidigen. Bei der World Championship gewann Fnatic die Gruppe B mit sieben Siegen und nur einer Niederlage, unterlag später aber im Halbfinale dem chinesischen Royal Club um Zi-Hao 'Uzi' Jian.

Trotz der durchaus erfolgreichen zweiten Jahreshälfte musste Puszu, wie es ursprünglich geplant war, im November 2013 seinen Platz bei Fnatic für Rekkles räumen. Ein neues Team fand der AD-Carry im Anschluss nicht mehr.

Zorozero: Das tragische Wunderkind auf der Top-Lane



Eine der tragischsten Geschichten der europäischen LoL-Szene ist die von Morten 'Zorozero' Rosenquist. Dem Dänen wurde ein großes Talent nachgesagt und er genoss bei Profis und Experten ein hohes Ansehen. Der Top-Laner erreichte im Sommer 2013 mit den Lemondogs das Finale der EU LCS gegen Fnatic und spielte kurz danach auch in der Gruppenphase der World Championship.

Ende 2013 schloss er sich den Ninjas in Pyjamas an, die nach einem sechsten Platz im Summer Split um den Klassenerhalt in der EU LCS spielen mussten. Dabei verlor das Team das entscheidende Match mit 0:3, erhielt aber wenige Wochen später unerwartet eine zweite Chance, da die Lemondogs aufgrund fehlender Dokumente aus der EU LCS entfernt wurden.

Zorozero ist eine der größten "Was wäre, wenn..."-Geschichten in League of Legends


NiP wurde allerdings in diesem Play-In-Turnier um den freigewordenen Slot vor dem ersten Match disqualifiziert - ausgerechnet Zorozero stand dabei im Mittelpunkt. In einem Post auf Facebook erklärte der Däne, dass er erst kurz vor Start des Wettbewerbs bemerkt hatte, dass der benötigte Client für den Tournament-Server nicht auf seinem PC installiert war. Trotz mehrerer Versuche gelang es ihm nicht, den Download rechtzeitig abzuschließen, weswegen er und sein Team nicht antreten konnten.

In den folgenden Monaten qualifizierten sich die Ninjas in Pyjamas über die Challenger-Series für die EU LCS-Promotion, scheiterten aber denkbar knapp mit 2:3 an Millenium. Bereits wenige Stunden nach der bitteren Pleite erklärte Zorozero, dass seine Zukunft ungewiss sei. Das NiP-Roster löste sich eine Woche später auf und der Top-Laner kehrte nicht mehr in die professionelle Szene zurück.



Emperor: Der koreanische Weltenbummler



An der Seite von Legenden wie Ho-Jong 'Flame' Lee und Chan-yong 'Ambition' Kang sammelte Kim 'Emperor' Jin-hyeon 2013 und 2014 erste Erfahrungen, ehe er sich auf eine Weltreise begab.

2015 spielte der Südkoreaner zunächst in Brasilien, danach in der NA LCS. 2016 verpflichtete ihn G2 Esports nach dem Aufstieg in Europas Königsklasse. Sensationell schnappte sich das Roster um den damaligen Rookie Luka 'Perkz' Perković den Titel, blamierte sich beim Mid-Season Invitational aber.

Sein einziger Split in Europa verlief für Emperor sehr erfolgreich


Im Zuge der Verpflichtung von Jesper 'Zven' Svenningsen und Alfonso Aguirre 'Mithy' Rodriguez, die zuvor für Origen gespielt hatten, wurde Emperor nach nur einem Split wieder ausgebootet.

Der Südkoreaner kehrte in seine Heimat zurück, konnte mit Longzhu Gaming aber keinen Erfolg feiern. Im Jahr 2017 spielte er für wenige Monate in Thailand, bevor er schließlich seine aktive Laufbahn als Profi beendete und temporär Coach in Südkorea wurde.

Hybrid: Der "größte Verräter in der Geschichte"



Einen noch abrupteren Abgang von der großen Bildfläche in League of Legends machte Glenn 'Hybrid' Doornebal, der gemeinsam mit Emperor im Frühling 2016 den ersten Titel für G2 Esports holte.

Wie sein damaliger Lane-Partner musste der Niederländer nach dem MSI seinen Platz räumen. Während der Südkoreaner in die eigene Heimat zurückkehrte, wurde Hybrid zu Origen transferiert. Glücklich wurde er dort allerdings nicht.

So schnell, wie Hybrid (Mitte) aufgestiegen war, stürzte er auch wieder ab


Bereits nach nur einer Woche in der regulären Saison des Sommers trennte sich das Team von Konstantinos-Napoleon 'FORG1VEN' Tzortziou und Gründer Enrique 'xPeke' Cedeño Martínez musste einen Großteil des Splits als AD-Carry spielen. Der Vize-Meister landete als Neuntplatzierter in der Relegation.

Diese überstand Origen nach einem knappen 3:2 gegen Misfits Gaming und hielt dadurch die Klasse. In der anschließenden Off-Season verließen alle Spieler mit Ausnahme von xPeke die Organisation. Für Hybrid war das Promotion-Turnier der letzte Auftritt auf einer LoL-Bühne dieser Größe.

Im Oktober 2016 goss FORG1VEN mit mehreren pikanten Tweets noch einmal Öl ins Feuer. Der Grieche, der zu diesem Zeitpunkt H2k-Gaming aushalf und das Viertelfinale der World Championship erreicht hatte, bezeichnete Hybrid darin als "größten Verräter der Geschichte" und kritisierte das Verhalten seines Ex-Mitspielers - womöglich einer der Gründe, weswegen der Niederländer seit dem Klassenerhalt mit Origen kein Team mehr auf Top-Niveau gefunden hat.

Vardags: Mitläufer eines Finalisten



Im Kontext seiner gesamten Laufbahn als League of Legends-Profi ist der EU LCS-Finaleinzug von Pontus 'Vardags' Dahlblom im Frühling 2015 sicherlich eine der größten Überraschungen überhaupt.

Obwohl der AD-Carry weit davon entfernt war, in Europa zu den besten seiner Zunft zu gehören, spielte er in seinem ersten Split in der Top-Liga mit den Unicorns of Love im Endspiel gegen Fnatic. Dass es dazu kam und dass dieses lediglich mit 2:3 verloren ging, lag aber weniger an Vardags und mehr an dessen damaligen Mitspielern wie Tristan 'PowerOfEvil' Schrage.

Vardags (Zweiter von rechts) erreichte in seinem ersten von insgesamt zwei Splits in Europas Königsklasse das Finale


Im Sommer wurde das Team Vierter und verpasste die Qualifikation für die World Championship bei den Regional Finals. Vardags verließ die Unicorns of Love im November 2015 und spielte fortan lediglich in der Challanger-Series und anderen europäischen Wettbewerben auf Amateur-Niveau.

An welche dieser Spieler erinnert Ihr Euch noch gut? Hätten sie aus Eurer Sicht ein besseres "Ende" verdient?

Alle Fotos von Riot Games

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    Marco Gnyp
    Leitender Redakteur
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