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Sexismus-Klage nicht vom Tisch: Muss Riot 400 Millionen Dollar zahlen?

Geposted von Maxellent,
Trotz einer Einigung mit den Klägerinnen auf eine Zahlung von 10 Millionen US-Dollar ist die Sexismus-Klage gegen League-of-Legends-Publisher Riot Games noch nicht vom Tisch. Die Anklage hat sich einen neuen Rechtsbeistand geholt. Die Summe könnte drastisch ansteigen.
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Bereits seit November 2018 läuft der Rechtsstreit zwischen mittlerweile bis zu 1.000 ehemaligen und aktuellen Mitarbeiterinnen von Riot Games und dem Spieleentwickler.

Im Dezember 2019 vermeldete die Los Angeles Times eine Einigung zwischen beiden Parteien, nach der Riot Games den Betroffenen insgesamt 10 Millionen US-Dollar zahlen würde. Diese Einigung scheint nun hinfällig zu sein.



US-Behörde greift ein: Wird die Summe deutlich höher?



Bereits am 22. Januar hatte das US-amerikanische Department of Fair Employment and Housing (DFEH) angesichts der Einigung interveniert und erklärt, die Betroffenen hätten Ansprüche in Höhe von über 400 Millionen US-Dollar.

Zudem warf die Behörde Riot Games vor, rechtswidrige Absprachen mit Rosen Saba, der Anwaltskanzlei der Klägerinnen, getroffen zu haben. Sowohl die Kanzlei als auch der LoL-Publisher widersprachen dieser Anschuldigung.



Die Klägerinnen, repräsentiert durch Melanie McCracken, Jessica Negron und Gabriela Downie, suchten sich daher einen neuen Rechtsbeistand. Die auf Frauenrechte spezialisierte Anwältin Genie Harrison wird die Frauen vertreten, die Riot Games unter anderem wegen diskriminierender Behandlung und unfairer Bezahlung verklagen. Harrison will mit Hilfe von Experten eine neue Summe ausarbeiten, die gefordert werden kann.

Riot Games hält 400 Millionen Dollar für unangemessen



Das Geld würde auf die ca. 1.000 Klägerinnen aufgeteilt werden, wobei sich die individuellen Ansprüche unterscheiden. Ansprüche haben alle Frauen, die zwischen November 2014 und dem Zeitpunkt der Einigung für Riot Games gearbeitet haben.

Gegenüber Gamesindustry.biz erklärte ein Sprecher von Riot Games am Montag zu den Ereignissen: "[...] Die Analyse und Diskussionen, die zu der ursprünglich angebotenen Kompensation geführt haben, waren umfassend und gründlich und wir glauben, dass das Angebot fair und den Umständen angemessen war." Die von der DFEH erhobene Forderung in Höhe von 400 Milionen US-Dollar bezeichnete der Sprecher als "empörend".

Die Sexismus-Vorwürfe gegen den Spieleentwickler kamen erstmals Anfang August 2018 auf. Seitdem hat Riot Games mit Angela Roseboro einen Chief Diversity Officer eingestellt, Teile des Unternehmens neu strukturiert und nach eigenen Angaben Schulungen in die Wege geleitet.



Bildquelle: Riot Games

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