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Riot kündigt neues Anti-Cheat-System für LoL an

Geposted von TripleCrunch,
In einem Blogpost kündigt Riot Games an, ein neues Anti-Cheat-System auf Kernel-Basis implementieren zu wollen. Das neue System soll dabei nicht nur in League of Legends, sondern auch in weiteren Spielen von Riot zum Einsatz kommen.
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Riot Games will den Cheatern an den Kragen: Der Entwickler hat am vergangenen Montag auf der Homepage von League of Legends ein neues Anti-Cheat-System angekündigt. Anders als bisher soll das Tool künftig mehr Berechtigungen bekommen und tiefer in die Hardware eures Rechners greifen.

Riot Games erklärt dies mit einem Schaubild. Demnach griff das bisherige Anti-Cheat-System auf Applikationsbasis, also im grünen Ring. Dort konnte das Programm Ungereimtheiten und Cheats ausfindig machen.



Jedoch haben sich in den letzten Jahren Cheats immer weiter entwickelt und greifen immer tiefer in die Hardware der Rechner ein. So beschreibt Riot, dass heute viele Cheats bis in den roten Ring, also den Kernel, eindringen. Der Kernel ist der Kern des Betriebssystems und reguliert den gesamten Weg von der Systemhardware bis zur Anwendungssoftware, die vom Nutzer bedient wird.

Greifen Cheats auf diesen Kernel zu, können sie Daten und das System so stark manipulieren, dass das bisherige Anti-Cheat-System diese vom äußeren Ring nicht mehr ausfindig machen kann.



Noch im vergangenen Jahr betonte Riot, dass die Zahl der Cheater massiv gesunken sei. Doch die Cheats entwickelten sich seitdem rasant weiter und werden für das System immer schwieriger zu entdecken.

Daher sei man an einem Punkt angekommen, an dem das bisherige Berechtigungslevel des Anti-Cheat-Programms im grünen Ring nicht mehr ausreiche, um Cheater aus den Spielen zu verbannen. Daher würden League of Legends und weitere Spiele von Riot Games künftig von einem Kernel-Treiber geschützt werden.

Ein Grund zur Beunruhigung?



Riot greift damit an den Rechnern der Nutzer tiefer in das System und die Berechtigungen ein. Ein Grund zur Beunruhigung sei das laut Riot allerdings nicht: Private Daten hätte man, wenn man gewollt hätte, schon zuvor vom Nutzerlevel abgreifen können.

Dieses Update sei lediglich dafür gedacht, es Cheatern möglichst schwer zu machen. Ebenso betonen die Entwickler, dass bekannte Anti-Cheat-Systeme wie EasyAntiCheat, Battleeye und Xigncode3 bereits ebenfalls einen Kernel-Treiber nutzen, um Cheater aufzudecken.

Die ausführliche, technische Erklärung könnt ihr hier im Blogpost nachlesen.

Bildquelle. Riot Games


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    Maik Jahn
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