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MAD Lions im LEC-Finale: Vom Rookie-Lineup zum Top-Team

Geposted von Maxellent,
Die MAD Lions sind das Team der Stunde im europäischen League of Legends. Bereits 2020 konnte das junge Lineup alle Erwartungen übertreffen, nun ist ihm erstmals der Finaleinzug in der LEC gelungen. Sind Norman 'Kaiser' Kaiser und sein Team bereit, Europas Thron zu besteigen?
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Zu Beginn des LEC Spring Splits hätten wohl nur wenige Zuschauer damit gerechnet, dass die MAD Lions im Frühling ernsthaft um den Titel mitspielen würden. Im Laufe der Regular Season bestätigte sich der Eindruck, dass den Löwen noch einiges im Vergleich zu den Spitzenteams fehlte.

Allen Erwartungen zum Trotz zogen sie in den Playoffs mit Best-of-Five-Siegen über die Favoriten Rogue und G2 Esports dennoch ins Finale ein. 2020 scheint lediglich der Startschuss für die Erfolgsgeschichte der MAD Lions gewesen zu sein.



Rookie-Lineup überrascht Europa



Das vergangene Jahr war das erste, in dem die zuvor als Splyce bekannte Organisation unter der aus der spanischen LoL-Szene bekannten Marke MAD Lions in der LEC antrat. Das Erfolgsrezept des Teams: vielversprechende Talente zusammenführen und sich stetig verbessern.

So fanden die beiden in der deutschsprachigen Premier Tour erfolgreichen Rookies Matyáš 'Carzzy' Orság und Norman 'Kaiser' Kaiser ihren Weg in die LEC.

Mit dem Duo und dem auf höchstem Niveau zumindest etwas erfahrenen Mid-Laner Marek 'Humanoid' Brázda hatten die MAD Lions überraschend drei Top-Spieler auf ihrer jeweiligen Position im Lineup und konnten so tatsächlich an der LEC-Spitze mitmischen.

Im Spring Split 2020 erreichte das Team den dritten Platz und bezwang sogar G2 Esports in einem Best-of-Five, im Sommer wurden die Löwen immerhin Vierter und qualifizierten sich für die Play-In-Stage der World Championship - eine Leistung, die alle Erwartungen aus dem Vorfeld der Saison übertraf.

Wichtige Erfahrung: Durch ihre Worlds-Auftritte entdeckten die Löwen ihre größten Schwachstellen


Bei dem Turnier mussten die jungen Wilden dann aber Lehrgeld zahlen: Gegen auf dem Papier schlagbare Teams taten sich die Europäer nicht nur schwer, sondern schieden als erstes EU-Team überhaupt in der Play-In-Phase aus.

Mit dem unauffälligen Andrei 'Orome' Popa und dem inkonstanten Zhiqiang 'Shad0w' Zhao hatte die Community schnell zwei Hauptschuldige gefunden und auch die Verantwortlichen der Organisation reagierten entsprechend.

Trotz aller Zweifel: MAD Lions werden zum Top-Team



Für die Top-Lane verpflichteten die Spanier ausgerechnet den international erfahrenen Türken İrfan 'Armut' Berk Tükek, der sie zuvor noch mit seinem Team SuperMassive aus den Worlds-Play-Ins geworfen hatte.

Für den Jungle stieß der spanische Rookie Javier 'Elyoya' Prades zum Team, Fans zweifelten allerdings daran, ob der LVP-Champion wirklich besser sein würde als sein Vorgänger Shad0w.

Die Regular Season des Spring Splits 2021 lief dann eher durchwachsen für die Löwen. Im Vorfeld hatte man sie zum wahrscheinlich viertbesten Team erklärt, G2 und Rogue galten als klare Titelfavoriten.

Weil allerdings Fnatic größere Probleme hatte als erwartet, reichte den MAD Lions eine höchstens solide 10:8-Bilanz sogar für Platz drei im regulären Split. Dennoch ließ die Leistung viel Luft nach oben, vor allem Carzzy hatte immer wieder große Probleme, in die Spiele zu finden. Der Tscheche zeigte sich in Interviews selbstkritisch, beispielsweise nach dem Sieg über Schalke 04 in Woche sieben:



Carzzys Mitspieler und Teamkapitän Humanoid hatte bereits eine Woche zuvor die schwankenden Leistungen des Lineups im englischen LEC-Broadcast auch mit taktischen Entscheidungen erklärt: "Im Vergleich zum letzten Jahr versuchen wir uns an schwereren Team-Comps und nehmen dafür auch ein paar Niederlagen in Kauf", erklärt der 21-Jährige.

"Das wird uns auf lange Sicht helfen. Letztes Jahr haben wir nur Scaling-Comps gedraftet und uns so einige Free-Wins geholt. Aber wir haben das Spiel nicht richtig gespielt. Wenn wir jetzt daran arbeiten, werden wir in den Playoffs und im nächsten Split stärker sein."

Mit vier Siegen Rückstand auf die Top-Teams der Liga am Ende der Regular Season gingen die MAD Lions auch in die Playoffs als klarer Underdog im Titelkampf. Doch das junge Team schaffte es, den Schalter vor der K.-o.-Runde umzulegen. Aus einem 0:1-Rückstand gegen Rogue machte das Gespann einen beeindruckenden 3:1-Erfolg und beim 3:1 gegen das auf dem Papier übermächtige G2-Lineup ließ MAD kaum etwas anbrennen.

Die Spieler liefen zu Höchstleistungen auf und der Coaching-Staff um James 'Mac' MacCormack hatte offensichtlich ganze Arbeit geleistet: Hochverdient werden die Löwen am kommenden Sonntag um 17 Uhr ihr erstes LEC-Finale spielen.

Starke Teamdynamik als Schlüssel zum Erfolg



Frei nach dem Motto "Wir wollen jetzt gleich Könige sein" sind die jungen und talentierten Löwen früher als erwartet zum ersten Mal wirklich nah dran am Titelgewinn in der LEC. Das Lineup fügt sich mittlerweile sehr gut zusammen.

Humanoid koordiniert und unterstützt sein Team, Kaiser und Elyoya haben den Blick für gute Plays und Engages und Armut sowie Carzzy erledigen ihren jeweiligen Job ausgezeichnet und können in die Carry-Rolle schlüpfen, wobei vor allem der Tscheche sich in den Playoffs deutlich gesteigert hat.

Der 19-Jährige führte nach dem Triumph über G2 Esports das LEC-Studio als Umgebung für die Playoffs als wichtigen Faktor für sich und sein Team an: "Es liegt zum Teil an der Stage. Wir alle lieben es, offline auf der Bühne zu spielen. Es ist ganz anders und alles fühlt sich zehnmal besser an. Man hat viel Motivation, wenn man hier spielt und nicht zu Hause, wo es mittlerweile ziemlich langweilig ist."

Vor allem Carzzy hat sich seit Playoff-Beginn deutlich verbessert


Das gewonnene Selbstbewusstsein auf der Bühne ist für die Löwen bereits ein großer Fortschritt. Vor allem, wenn man an ihre Worlds-Leistung aus dem Vorjahr zurückdenkt, nachdem sie zuvor einen Großteil ihres ersten LEC-Jahres als Team über das Internet gespielt hatten.

Doch auch spielerisch haben sich die MAD Lions vor den Playoffs deutlich gesteigert. Rookie Elyoya lobte am vergangenen Samstag explizit seinen Mid-Laner Humanoid: "Marek ist derjenige, der mir am meisten beigebracht hat. Er weiß sehr viel über das Spiel und gibt es gerne an Rookies weiter."

Auch Carzzy hob seinen Landsmann positiv hervor: "Humanoid hat Armut und Elyoya definitiv eine Menge gelehrt. Ohne Marek wäre das alles nicht möglich." Humanoids Führungsqualitäten in Verbindung mit der individuellen Klasse seiner talentierten Mitspieler haben die Löwen nun sogar zum Titelkandidaten gemacht.

Shootingstar Kaiser könnte Geschichte schreiben



MVP der beiden Playoff-Serien der MAD Lions war jedoch nicht Humanoid oder Carzzy, sondern Supporter Kaiser. Der 22-jährige blüht mit Engage-Supports geradezu auf und fand zuletzt immer wieder die richtigen Eröffnungen für sein Team. Kaiser ist zudem seit dem Summer Split 2018 der erste deutsche Profi, der das Finale von Europas Top-Liga erreicht hat.

Mit Patrick 'Nyph' Funke und Christoph 'nRated' Seitz ist erst zwei deutschen Spielern der Titelgewinn gelungen, beide waren ebenfalls Supporter.

Bester Spieler beim Titelanwärter? Kaiser ist in Top-Form


2019 spielte Kaiser noch mit mousesports in der DACH-Szene und gewann im Sommer des Jahres die Premier Tour, mittlerweile ist er einer der besten Spieler Europas auf seiner Position und greift nach dem LEC-Titel. Der rasante Aufstieg der MAD Lions ist demnach auch die beeindruckende Erfolgsgeschichte des deutschen Profis.

Kaiser selbst fühlt sich bei den Löwen offensichtlich wohl und bestätigte im Interview mit Summoner's Inn am 10. Februar, dass er sich mit seinen Mitspielern sehr gut versteht: "Wir sind alle ziemlich gute Freunde. Das ist das Wichtigste, um die Synergie zu finden: dass man Spaß miteinander hat und gut miteinander klarkommt. Dann kommt sie eigentlich von alleine. Auch Elyoya und Armut sind sehr freundliche und nette Kerle, da gab es von Anfang an überhaupt keine Probleme."

Reicht es schon für den Titel?



Clevere personelle Entscheidungen, eine gute Teamatmosphäre, mechanisch begabte Spieler und eine starke Führungspersönlichkeit haben die MAD Lions zu einem Top-Team gemacht, das sich immer noch in der Entwicklung befindet. Das Potenzial der Löwen ist groß und bereits im Spring Split das LEC-Finale erreicht zu haben, übertrifft wohl selbst die Erwartungen der Fans und Akteure der Organisation.

Der Titel scheint zum Greifen nah, doch wer auch immer sich im Duell G2 Esports gegen Rogue am Samstag um 17 Uhr durchsetzt, wird MAD noch einmal auf eine harte Probe stellen. Daran, dass die Löwen in der Lage sind, beide Gegner in einer Best-of-Five-Series zu bezwingen, kann es allerdings keinen Zweifel mehr geben.

Führt Humanoid sein Team nun auch zum Titel?


Eines dürften nicht nur die beiden Top-Teams der Regular Season, sondern auch alle LEC-Zuschauer mittlerweile begriffen haben: Die MAD Lions sind ein Top-Team und sollten niemals unterschätzt werden.



Mehr Infos und Artikel rund um die LEC findet ihr in unserer Coverage!




Bildquelle: Riot Games - Michal Konkol

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